Hochzeitsreise in den Westen

  • Zuallererst - mal wieder schöne Bilder! Wie wärs denn, die doch im Web zu speichern und hier gross einzustellen? Ist ganz leicht! Jedenfalls vielen Dank für den Bericht!


    Aha, am Desert View wart ihr auch! top12 Einer unserer Lieblingspunkte am GC. Am liebsten abends, wenn die grosse Masse der Besucher schon auf dem Heimweg ist!


    Habt ihr die vielen Vulkankegel neben der US 89 gesehen? Auch die San Francisco Mountains sind "nur" die Überreste eines Riesen-Stratovulkans, der wohl mal um die 5.600 Meter hoch war und dann explodierte wie Mt. St. Helens. Dein Bericht macht Lust, weckt Erinnerungen. da müssen wir auch mal wieder hin! top17


    Ja, die Strecke nach Flagstaff hat ihre Tücken. Das Gefälle hinunter nach East Flagstaff ist eine berüchtigte Todesstrecke! top8


    Coconino Forest? Einer der gewaltigsten Wälder des amerikanischen Südwestens. Fahr mal von Flagstaff auf der Lake Mary Road nach Süden. Wald, Wald, Wald! (Ich liebe Ponderosa Pines!)


    Freu mich auf die Fortsetzung(en)!


    Gruss


    Rolf

  • Tag 9, 30.09.2006


    Nach einer geruhsamen Nacht, soll auch ein geruhsamer Tag folgen. Heute ist der Weg unser Ziel, wir wollen möglichst viele Teile der Route 66 fahren.
    Als Zielpunkt bzw. Übernachtungsort dient Laughlin. Doch erstmal wurde der Chevy gefüttert und dann ging es los. Zuerts fuhren wir noch die I40, hinter Ash Fork ging es dann auf die 66. Das hügelige Land zieht sich zu beiden Seiten der Straße bis zum Horizont. Parallel verlaufen des öfteren Schienen auf denen superlange Züge mit doppelt gestapelten Containern unterwegs sind. Gezogen werden diese Megazüge meistens von 4 Lokomotiven. In Seligmann wurde gefrüstückt. Ich trank wieder meine Milch mit 18% Fettanteil, die schmeckt wenigstens noch. Rührei und Toast gab es als feste Speise. In Seligmann scheint die Zeit stehen geblieben zu sein.
    Alte Häuser, alte Autos, Nostalgie pur. Nachdem der erste Reisebus im Ort hielt, setzten wir uns wieder in Bewegung Richtung Kingmann. Unterwegs hielten wir bei dem Einsiedler mit seiner roten Corvette. (Namen habe ich schon wieder vergessen) Auch er hatte eine schöne Sammlung von deutschen Nummernschildern. Ich wette irgendeins ist von einem Stammtischler. In Kingmann legten wir nur einen kurzen Stop ein, irgendwie fanden wir dort nichts Sehenswertes. Weiter ging es über den Sitgraeves Pass nach Oatmann, dort gingen wir einmal die Hauptstraße auf und ab, das war's. Ist halt ein kleiner Ort. Die 153 führte uns direkt auf die 95 Richtung Bullhead City. Dort angekommen, wurde der Ort erstmal in Bullenhitze City umbenannt. Ich stieg aus dem Wagen und dachte, man wer hält mir hier einen Fön in's Gesicht? Es whte ein starker und heißer Wind wie wir es noch nie erlebt hatten. Der heiße Wind brannte richtig auf den freien Hautstellen. So zogen wir uns in die Mall zurück und vertrödelten dort die Zeit. Am frühen Abend überquerten wir den Colorado nach Laughlin. Wir fuhren in unser vorgebuchtes Hotel, das Palm Dessert. Das das Hotel das preiswerteste war, merkten wir auf anhieb in unserem Zimmer, alles sehr verwohnt, zwar groß, aber alt. Noch vom Luxorbuffet träument, wollten wir auch hier das Abendbuffet genießen. OK, der Schokopudding war gut. Soviel zu dem Thema. Am Abend fuhren wir nochmal über den Colorado zum tanken. 0,42$ billiger als in Mini Las Vegas. Die 5 min Fahrt hat sich da echt gelohnt. Am Abend haben wir uns im Reebock Outlet noch ein Paar Turnschuhe gegönnt. Wir sind recht früh schlafen gegangen,denn morgen steht die längste Etappe auf dem Programm.
    Bis Montag


    Gruß
    chrischi

  • Hallo Chrischi!


    Ich muss mich meine Vorgängern anschliessen! Es macht wirklich sehr viel Spass deinen Bericht zu lesen, zumal mein Mann und ich eine ganz ähnliche Reiseroute im gleichen Zeitraum gefahren sind!


    Wir haben allerdings während unserer Reise, am 20. September 2006, in Las Vegas geheiratet.


    Wir sind noch total begeistert von all den Eindrücken, die wir während der drei Wochen gewonnen haben. Vor allem die Nationalparks haben uns umgehauen! Einen Reisebericht versuche ich gerade zu erstellen.


    Viele liebe Grüße!


    Ute Schnute.

  • Tag 10, 01.10.2006


    Herzlichen Glückwunsch Ute, ganz nebenbei wir haben auch am 20.09.2006 geheitatet, schönes Datum.
    Wir haben heute den Weg von Laughlin nach Santa Monica vor uns.
    Gegen 7.00Uhr machen wir uns auf die Reise. Der Wagen ist vollgetankt, die Scheiben sauber und los kann es gehen. Wir fahren durch Bullenhitze City zur I 40. Kaum in Californien angekommen fällt die massive Präsenz der Highway Patrol auf. Alle paar Meilen kommt uns einer entgegen oder lungert am Straßenrand. Grund für uns, den Tempomaten genau auf das Speed Limit einzustellen. Auf unserem Navi purtzelte die geplante Ankuftszeit immer weiter, so entschlossen wir uns den kleinen Umweg durch den Joshua Tree National Park zu fahren. Wir nahmen die Abfahrt nach Amboy und fuhren von dort aus nach 29 Palmen. Ordnungsgemäß statteten wir dem Visitior Center einen Besuch ab, bevor es in den Park ging. Wir durchfuhren den Park von Nord nach Süd und hielten an verschiedenen Aussichtspunkten. Den vereinzelten Joshuas konnten wir nur wenig abgewinnen, oben grün unten schwarz/braun. Kann sein das sie nach dem Sommer immer so aussehen. Wir fuhren weiter auf die I10 Richtung LA. In Palm Dessert verließen wir die I10 und fuhren durch die Stadt nach Palms Springs. Was macht man als Rentner in einer solchen Stadt? Drausen ist es schweineheiß, da kann man nichtmal Golf spielen. Jeden Tag shoppen oder Bingo spielen wird wohl an der Tagesordung sein.
    Nett anzuschauen sind die Wohnsiedlungen allemal, aber auf Dauer würde es mir hier zu langweilig werden. Nach Palms Springs durchfuhren wir den Windräder Forrest. Es ist das erste mal, das ich in den Staaten eine Anlage zu Energiegewinnung aus natürlichen Mitteln sehe. Ich wunderte mich, das in den sonnigen Staaten nicht ein Haushalt Vorrichtungen zur Strom- oder Warmwassererzeugung auf dem Dach hatte. Wahrscheinlich sind die Kosten für Strom und Wasser so gering das sich solche Anlagen nicht lohnen. Mal schauen, irgendwann kommen die Ami's auch noch dorthin. Mittags erreichten wir das Cabazon Outlet. Einige Jeans und Sweatshirts wanderten in unseren Kofferraum. Nach einer Stärkung im Food Court ging es weiter nach LA. Das das Autofahren dort etwas anders ist, konnte ich in verschiedenen Reiseberichten nachlesen. Wenn man von einsamen Landstraßen kommt, ist das echt gewöhnungsbedürftig. Es wird gedrängelt, geschnitten und gerast. Dann wieder eine Schrecksekunde. Wir fuhren ganz rechts ( ist halt Gewohnheit), auch etwas schneller als das Speed Limit, man schwimmt halt so mit, links donnert ein Pick Up an uns vorbei, 3 Autos vor uns wechselt er auf die rechte Spur. Aufeinmal wirbelt er eine Holzplatte auf, Größe ca. 1mx1m, die Platte trifft das erste Auto, steigt dann auf und knallt dem Auto vor uns in die Windschutzscheibe. Das alles bei über 75mph. Nach wildem bremsen und ausweichen kamen wir an den voruns fahrenden vorbei. Der Verursacher gab weiter Gas und verschwand. Die beiden Geschädigten hielten auf dem Seitenstreifen, der eine mit zerbröselter Frontschürze, der andere mit einer weißen Frontscheibe. Wir fuhren noch ca. 1 Stunde über die I10 durch LA und die Vorrorte, die Stadt hat echt Ausmaße. Unser Navi leitete uns zielsicher auf den Santa Monica Boulevard zum Best Western. Wir haben das Auto gleich in die kostenlose Garage gefahren. ( das war ein Grund für die Hotelbuchung) Gegen 17.00Uhr standen wir vor dem Hotel und warteten auf den Bus der uns zur 3rd. Street Promenade fahren sollte. Der Fahrer hieß glaube ich Alonso Schuhmacher. Kaum ist die Tür zu, Vollgas, es gilt sich festzukrallen egal wo, sont fliegt man von vorn nach hinten durch den Bus. In der Promenade bauten die ersten Künstler ihre Stände auf, als es langsam dämmerte. Bei Panda Express gab es lecker Abendessen. Wir machten noch einen Spaziergang über das Pier bevor wir mit Alonso Schumacher zurück zu Hotel fuhren. Es war ein langer Tag.Morgen geht es weiter.


    Gruß chrischi

  • chrischi,
    interessanter Reisebericht. Zu Palm Springs, ich habe da eine Tante wohnen, die von Omaha dorthin gezogen ist, weil sie die Winter in Omaha nicht mehr mochte. Aber Du hast recht, viel los ist in Palm Springs nicht. Allerdings war ich da immer nur eine kurze Zeit. Wie sie mir erzälte sind viele Leute in Clubs, wo sie scheinbar die passende Unterhaltung für Leute im Ruhestand bekommen. Sie macht aber auch viele Ausflüge in die Berge.


    Ich habe mir das übrigens auch noch nicht persönlich angesehen und sicher muss man dazu eine eine Erlaubnis haben, sie haben riesige Anlagen auf Feldern, wo tausende Panels aus Sonnenzellen aufgebaut sind, die sich automatisch nach der Sonne ausrichten und eine Menge Solarstrom erzeugen sollen. Sicher für Euch Krauts interessant, so was zu sehen zu bekommen - von wegen erneuerbarer Energie.

  • Zitat

    Original von Karl-Heinz
    Ich habe mir das übrigens auch noch nicht persönlich angesehen und sicher muss man dazu eine eine Erlaubnis haben, sie haben riesige Anlagen auf Feldern, wo tausende Panels aus Sonnenzellen aufgebaut sind, die sich automatisch nach der Sonne ausrichten und eine Menge Solarstrom erzeugen sollen. Sicher für Euch Krauts interessant, so was zu sehen zu bekommen - von wegen erneuerbarer Energie.


    Die Solaranlagen sind bei uns nicht so konzentriert - dafür findet man sie inzwischen auf vielen Scheunen von Bauernhöfen. Bei uns im Odenwald praktisch in jedem noch so kleinen Ort. Soweit ich weiss hat Deutschland die mit Abstand grösste installierte Fläche an Solarstromanlagen überhaupt.


    Abgesehen davon finde ich es gut, wenn sich da in den USA auch endlich einmal etwas tut. Man hat ja einen gewaltigen technologischen Rückstand aufzuholen.


    Gruss


    Rolf

  • Tag 11, 02.10.2006


    Heute sollte ein ruhiger Tag sein. Wir schliefen mal etwas länger und machten uns gegen 9.30 Uhr auf den Weg nach Venice. Nachdem wir die Busfahrt mit Frau Alonso Schuhmacher überstanden hatten, empfing uns der Ozean mit bestem Wetter. Blauer Himmel Sonnenschein, nur vom mehr her wehte eine kühle Brise. Wir schauten eine weile den Surfern und Anglern am Pier zu. Es ist Wahnsinn was die dort an Massen von Fischen rausholen. Ca. alle 2 min. einer, das bei 50 Anglern, da kommt ne Menge zusammen. Wir fragten uns nur, was die Leute mi den kleinen Fischen anfangen. Dann gingen wir den Ocean Walk zurück nach Santa Monica. Die Obdachlosen erwachten gegen 11.00 aus dem Koma und lungerten auf den Grünflächen herum, die skurilsten Freaks bauten ihre Stände auf, Maler, Musiker und Wahrsager bunnt gemischt. Um 1.55 Uhr genemigten wir uns ein Frühstücksspezial im Restaurant für 4,95$. Nachmittag setzten wir uns ins Auto und fuhren ins Blaue, näher gesagt wollten wir Hollywood und Beverly Hills erkunden. Wir fuhren den Santa Monica Boulevard immer geradeaus, am Rodeo Drive bogen wir nach Beverly Hills ab. Wir durchkurften gemächlich das Wohngebiet. In den Einfahrten häuften sie die Auto's deutscher Marken. BMW und Mercedes gehöhren hier zum guten Ton. Nach einer Weile wurden die Mauer und Hecken immer höher, man konnte nur noch vereinzelt die Dächer der Turnhallengroßen Häuser erkennen. Wir fuhren immer weiter in die Berge und kamen auf dem Mullholand Drive. Eine schöne Straße, von dort oben hat man einen tollen Ausblick auf LA und auf das San Fernando Valley. Zurück fuhren wir durch Bell Air und vorbei an der UCLA. Vor den Privatschulen warteten Kinder auf ihre Eltern, die sie abholen sollten, natürlich unter Polizeischutz. Das ist der Preis wenn man zur Oberschicht gehört. Mit solchen Gedanken im Hinterkopf leben zu müssen ist sicherlich auch nicht immer einfach. Am frühen Abend war noch eine Parkuhr am Rodeo Drive frei. Wir parkten unsere Billigschleuder vor einen McLaren SLR und hinter einen Gallardo. Ich glaubte unser Chevy lächelte für einen Moment. Die Straße mit den Ladengeschäften ist kürzer als wir sie erwartet hatten. In den Schaufenstern wie immer nur ein Hemdchen, ein Blüschen und ein Schühchen. Security Guy an der Tür, schwuler Verkäufer zwischen den Regalen. Nach einem kurzen Bummel ließen wir dem SLR den Vortritt und fuhren zurück zum Hotel. Die übergroßen Werbeplakate sind echt gut, wenn man im Schritttempo über den Santa Monica Boulevard fährt, man hat immer was zulesen. Gegen Abend sind wir wieder zur 3rd. Street Promenade gefahren, Abendessen und ein klein wenig shoppen standen auf dem Programm. Dann wurden schon wieder die Sachen gepackt und das Navi für den nächsten Tag programmiert. Der Highway Nr. 1 wird unter die Räder genommen.


    Bis morgen
    Gruß chrischi

  • Tag 12, 03.10.2006.


    Nach dem auschecken ging es aus der Tiefgarage des Best Western direkt auf die 1 in den Berufsverkehr. A Malibu wurde die Straße dann leerer. In Oxnard ging die 1 auf die 101 und wurde zur Schnellstraße. Santa Barbara war der erste Stopp. Netter kleiner Ort mit Pier und kleineren Geschäften. Nach einen Rundgang und dem Frühstück bei Starbucks fuhren wir weiter. Hinter Santa Barbara bog der Highway ab, weg vom mehr. Wir nahmen wieder die 1 Richtung Lompoc. Vorbei ging es an der riesigen Vandenberg Air Force Base weiter durch die hügelige Landschaft. Angenehme Temperaturen und Sonnenschein machten das fahren echt angenehm. In diesem Gebiet herrschte momentan Erntezeit, Brokoli und weiteres undefinierbares Grünzeug wurde geerntet und zum Teil an der Straße verkauft. Wie bei uns, auch hier nur Billigarbeiter auf den Feldern. Wir ließen uns zu einer Schale frischer Erdbeeren hinreißen. 500gr, 1,50$, war ein guter Kurs. Weiter ging es durch Guadalupe nach Pismo Beach. Dort gab es Fisch und Chips zum Mittag. Von Pismo aus ging die 1 mit der 101 weiter nach San Luis Obispo. Den Ort ließen wir rechts liegen und fuhren weiter nach Morro Bay. Nach dem Fotostop am Felsen und dem Pennypletten fuhren wir weiter nach San Simeon, unserem Tagesziel. Unsere Übernachtung hatten wir im Silver Surf Motel gebucht. Das Best Western auf der anderen Straßenseite machte einen besseren Eindruck. Wenn man nur für eine Nacht dort bleibt, kann man mit der spartanischen Ausstattung leben. Der Ort besteht aus ca. 10 Motels, 1 Kirche, 3 Häusern, 1 Campingplatz und das wars. Das so ein Fleck den Eintrag in eine Karte findet muß wohl am Hurst Castle gelegen haben. Am Visitor Center vom Castle die nächste Entäuschung. Ab 16 Uhr keine Touren mehr. Das mit dem frühen Feierabend hatten wir schon mitbekommen. Wer sich das Prunkschloss ansehen möchte sollte spätesten Mittags dort sein und pro Nase mindestens 20$ bereithalten. Wir begnügten uns mit dem durchblättern der Fotobücher im Souveniershop. Gegen Abend machten wir einen Spaziergang am Meer und genossen dessen Bewohner beim Abendessen im Best Western Restaurant. Wir schrieben noch einige Postkarten und das Navi wurde auf das Marriot Hotel in San Francisco programmiert. Wiedereinmal war der Tag viel zuschnell vorbei.


    Gruß chrischi.

  • Tag 13, 04.10.2006


    Leider sollte der Wetterbericht, im Gegensatz zu den deutschen Vertretern, recht behalten. Je nördlicher man fährt desto bewölkter und kühler sollte es werden. Was soll's, so kann man sagen, man hat Californien im Regen gesehen. Wir machten uns bei Sonnenaufgang auf den Weg und genossen die leere 1. Hinter jeder Biegung gibt es neue fantastische Ausblicke auf die Küste. Da wir kaum Verkehr hatten, war das Ansteuern der Aussichtspunkte kein Problem. Nach zahlreichen Fotostops machten wir am Julia Pfeiffer State Park die erste größere Pause. Wir wanderten zum Wasserfall und ein wenig im Wald umherr. Weiter ging es nach Monterey. Bei einem Bummel erkundeten wir Old Fisherman'a Wharf und die Altstadt. Wie erwartet, zog sich der Himmel immer weiter zu. Wir fuhren weiter nach Santa Cruz. Auf der Municipal Wharf gab es Fish and Chips zum Mittag. Da wir unseren Chevy heute bis 19.00 Uhr abgeben wollten machten wir uns auf nach San Francisco. Da von der Küste nichtmehr viel zusehen war, fuhren wir in Half Moon Bay Richtung Highway 280. In San Francisco angekommen fuhren wir gleich durch nach Sausalito. Einmal über die Golden Gate Bridge fahren muß schon sein. In Sausalito fuhren wir in die Berge um die Brücke auch aus jedem Blickwinkel abzulichten. Auf den Berge wehte ein eisiger Wind, so hielten wir uns nicht allzulange außerhalb des Auto' auf. Auf der Fahrt zum Hotel wurde natürlich die Lombardstreet mitgenommen, ist mit dem Chevy schon eine gute Kurbelei. Im Marriot wurde dann erstmal der Wagen geplündert, sämtliche Ablagen und Fächer mussten geleert werden, an unserem Koffer wagen standen 2 Koffer und 12 Plastiktüten, es hätte nur noch der Einkaufswagen mit den Pfandflaschen gefehlt. Nachdem das Hotelzimmer bezogen war, brachten wir den Wagen zu Alamo an der Bush Street. Die Rücknahme verlief problemlos. Nach einem Spaziergang um den Union Square, meldete sich der große Hunger. Nach 2 Tagen Fish und Chips, gab es diesmal wieder lecker Pizza. Das Tuten der Hotelangestellten nach Taxis begleitete unseren Weg zum Hotel. Morgen bleibt uns noch ein ganzer Tag, bevor es am Freitag Richtung Heimat geht.


    Gruß chrischi

  • Tag 14, 05.11.2006


    Ein Blick aus unserem Hotelfenster brachte am morgen gleich Ernüchterung. Der Wetterbericht hatte recht behalten, kalt und regnerisch begrüßte uns die Stadt. Zum Frühstück gingen wir in das neue Einkaufszentrum an der Market Street. Es hatte direkt neben Nordstrom am 30.09.2006 eröffnet. Im Kellergeschoß gibt es einen Supermarkt mit Namen Bristol Farm. Frisch, frischer, Bristol Farm, scheint die Devise zu sein. Obst, Gemüse, Fleisch und Wurst, Brötchen und Gebäck, alles frischhergestellt. Dazu gibt es warme Mahlzeiten in allen Geschmacksrichtungen, ein Food Court de Luxe. Ich genemigte mir ein frisches Brötchen und dazu Milch. Mit dem Brötchen stand ich eine Weile vor dem Milchregal, von 0% Sojamilch, über alle möglichen Fettstufen und Geschmacksrichtungen blieb ich bei der Vollmilch mit 13% Fett. Bessere Milch habe ich in meinen 32 Jahren noch nicht getrunken. Ich behaupte mal ,das das Fett einen nicht unerheblichen Anteil daran hat. Nach dem Frühstück kauften wir uns die Tageskarte für die MUNI. Da es immernoch regnete machten wir eine Stadtrundfahrt mit der Strassenbahn. Als der Regen nachließ, stiegen wir am Golden Gate Park aus. Wir schlenderten gemütlich durch den sehr schön angelegten Botanischen Garten. Uns viel auf das laufend Militärjets über uns hinwegdonnerten, doch durch die tiefhängenden Wolken konnten wir nichts erkennen. Das Rätsel löst sich aber am Nachmittag auf. Vom Park aus nahmen wir den Bus Nr. 5 bis zur Market / Powell. Dort sind wir mit der Cable Car Powell/Mason zur Wharf gefahren. Da fast alle anderen die Strecke Powell/Hyde fahren wollten, war der Wagon schön leer. Um gemütlich und ohne Schubserein zur Wharf und zurück zu kommen, ist die Powell/Mason die erste Wahl. An der Mason warteten max 4-5 Personen, mit den Menschenmassen an der Hyde nicht zu vergleichen.
    An der Wharf löste sich auch das Rätsel der Militärjets, es war Flight Week.
    Am Wochenende stand das Red Bull Air Race auf dem Programm, als Pausenfüller waren die Kunstflieger der Blue Angels mit ihren Jets vorgesehen. Wir durften uns live ihre Übungsflüge anschauen. Lauter, tiefer, schneller, war hier das Motto. Irre Flugmanöver und Luftkämpfe haben wir uns angeschaut. Zum Schluss flogen sie noch mit einer Transall im Sturzflug ( fast 90°) Richtung Wasser um sie im Schneckentempo abzufangen und gemütlich mit optischen 50 km/h weiterzufliegen. Am Pier gönnte ich mir ein letztes mal Fish und Chips, zum Kaffee. Ein Paar letzte Souveniers wurde gekauft und dann ging es von der Mason aus zurück.
    Gegen Abend lockerte sich der Himmel auf, und so unternahmen wir noch einen Bummel am Union Square. Zurück im Hotel, haben wir uns erstmal vor den Computer gesetzt. Online CheckIn war angesagt. Es wahren tatsächlich 2 Notausgangsplätze über der Tragfläche frei. Eingecheckt und juhu, einem easy Rückflug kann nichts mehr im Weg stehen. Anschließend haben wir unsere Klamotten gepackt, die von uns mitgenommene leere Reisetasche wurde auch prall gefüllt. Da unser morgiger Flug erst um 16.50 Uhr geht, haben wir im Hotel nachgefragt ob ein auschecken um 14.00 Uhr möglich wäre, alles kein Problem. Na super, so können wir Vormittag noch bummeln gehn. Zum Abendbrot sind wir wiedermal zum Chinesen/Pizzaladen an der Powell gegangen. Was einmal gut schmeckt, bzw. was der Bauer nicht kennt, so geht es zumindest mir, ließen wir es uns schmecken. Langes rumsuchen nach Restaurant's gehört nicht zu meinen Lieblingsbeschäftigungen. Wie sagte Mario Barth," Männer sind primitiv aber glücklich." Auf dem Rückweg zum Hotel wurde bei Walgreen noch die Familienpackung Aspirin eingekauft, die reicht bis zum nächsten USA Urlaub, auch wenn der erst 2008 sein sollte. Und so war auch dieser Tag leider schon vorbei.


    Gruß chrischi

  • Tag 15, 06.10.2006


    Der Abreistag. Das unvermeidliche rückt immer näher. Richtig genießen können wir den letzten Urlaubstag nicht mehr. Man hat immer das Ende dieser schönen Reise im Hinterkopf. Zum Frühstück ging es wieder zu Bristol Farm, Nutella Crepes mit frischen Erdbeeren und Banane, dazu 13%-tige Vollmilch ( nein kein Alkohol sondern Fett). Wir hatten das von Deutschland gebuchte Super Shuttle für 13.30 Uhr bestellt und hatten somit noch Zeit für einen Bummel zur Powell Street, zum Union Square und zur Market Street. Zurück im Hotel packten wir die restlichen Sachen zusammen, danach gönnten wir uns noch eine schöne ausgiebige Dusche.
    Bis 13.00 Uhr vertrieben wir uns die Zeit mit TV sehen. Kurz nach eins verließen wir unser Zimmer und checkten aus. Unser Shuttle stand auch schon am Eingang. So ging es gleich los Richtung Airport. Am Terminal angekommen, kam es uns so vor als hätten wir gerade erst den Flieger verlassen. Wir gaben unser Gepäck am Fast Bag Drop In Schalter auf. Nachdem die Dame von BA mitbekommen hatte das wir Notausgngsplätzen hatten, ging gleich das Gesabbel los,...Sie müssen Englisch sprechen usw. Nach einer mündlichen Klausur durften wir unsere Sitze behalten. Puh, Glück gehabt, wie schon bei so vielen Klausuren. Die Sicherheitschecks vielen im Vergleich zu London geradezu lächerlich aus. Unser Handgepäck wurde überhauptnicht kontrolliert. Beim Italiener nahmen wir noch eine Portion Pasta zu uns, bevor das Boarding pünktlich begann. Um 17.00 Uhr starteten wir fast pünktlich. Da wir über den Tragflächen saßen, konnten wir keinen Blick mehr auf die Stadt erhaschen. Draußen wurde es schnell dunkel. Nach lustlosen rumstochern in was auch immer, widmete ich mich dem Entertainment. Nach einem Adam Sandler Film wollte ich ein wenig schlafen, aber irgendwie habe ich Probleme mit dem Lärm im Flieger. Ohrenstöpsel und riesige Kopfhörer verringerten das Dröhnen der Turbinen nur unwesentlich. Jedenfalls hatten wir riesige Beinfreiheit, was das lange sitzen viel angenehmer gestaltete. In London angekommen standen wieder wahnwitzige 5 Röntgenschleusen für den gesamten Ankunftsbereich des Terminal 1 zur Verfügung und in London kommen viele Flugzeuge in Terminal 1 an. Nach einer Stunde waren wir wieder im Transitbereich, die restlichen Pfund vom Hinflug wurden bei Burger King gegen Cheesburger eingetauscht. Die Stunde Flug nach Hamburg verging wie im Flug.( man war der platt) Nach Endlosen 30 min. ( ungewöhnlich lange für Hamburg) bekamen wir auch unser Gepäck. Meine Eltern waren mit meinem Touran dort um uns abzuholen. Da ich mich fit fühlte fuhr ich zurück nach Haus. Irgendwie hatte ich das Gefühl das die Servolenkung defekt sei. In den letzten 2 Wochen habe ich immer mit den Fingern gelenkt, das reicht beim Touran irgendwie nicht aus. Der Jetlag hat uns in der folgenden Woche kaum erwischt, ein bischen gähnen Tagsüber und das war's.
    Somit endet unser Reisebericht. In kürze schreib ich noch ein Fazit zum Urlaub.


    Viele Grüße aus Hamburg
    chrischi

  • Hallo Stammtischler,


    endlich komme ich dazu unseren Bericht abzuschließen. Beginnen wir mit dem Flug.
    Gebucht haben wir bei BA Online. 24 Stunden vor Abflug hat man die Möglichkeit zum Online Check In, dort kan man sich die Plätze ( auch Notausgang) aussuchen. Gepäck nur noch am Fast Bag Drop In aufgeben und das war's. Klappt alles sehr gut. Kosten für den Flug HH-London-SFO und zurück: 1.332,00€
    Hotel's:
    Marriot San Francisco, 55 4th. Street, Ecke Market, Top Lage , sehr gutes Haus, alles sauber und edel, sehr freundliches und hilfsbereites Personal. Sehr zu empfehlen. Kosten für 4 Nächte 540,00€


    Comfort Inn, Oakhurst. Unter Indischer Führung mit Indischem Personal.
    Sehr viel besser als der Ruf. Top sauber, nicht abgewohnt, voll OK.
    Kosten: 84,00€ inkl. Frühstück.


    Best Western Frontier Motel, Lone Pine, keine Mängel, sauber, nichts zu meckern. Kosten: 90,00€ inkl. Frühstück.


    Luxor, Las Vegas, die starke Frequntierung merkt man dem Hotel schon etwas an, Fahrstühle und Möbel sind schon verkratzt, trotzdem ist es ein gutes Hotel, sauber mit freundlichem Personal. Das Buffetrestaurant ist einfach suuuuuupppppeeeerrr. Kosten: 2 Nächte 228,00€


    Pioneer Lodge, Zion, Möbel aus Baumstämmen, super Rustikal, nagelneue Fernseher, top gepflegte Anlage direkt vorm Park. Dort haben wir am besten geschlafen. Kann man nur empfehlen. Kosten: 94,00€


    Lake Powell Resort & Marina, Jugendherbergsstil, kein Kühlschrank, leicht schmuddelig, für den Preis aber o.K. Kosten: 56,00€


    Holiday Inn, Williams, direkt an der I40, Zimmer nach hinten raus sind ruhig, normaler HI Standart. Kosten 54,00€


    River Palms, Laughlin, abgewohnt ohne Ende, russisches Personal, dreckig,
    für eine und den Preis Augen zu und durch. Kosten:48,00€


    Best Western Gateway, Santa Monica, super gelegen, 10min. zum Pier, KOSTENLOSE Garage!!!!!, sauber und freundlich, würden wir immer wieder buchen. Kosten: 2 Nächte 212,00€


    Silver Surf Motel, San Simeon, das einzige Motel wo wir nicht geduscht haben, spät Abend's rein, morgen' früh wieder raus, nach Laughlin der zweite Reinfall. Man bekommt das was man bezahlt. Kosten: 43,00€


    Auto: gebucht über FTI Equinox, bekommen Blazer, Kosten: 13 Tage 440,00€


    Tanken im Schnitt für 2,65 p.G. insgesamt: 252,00€


    Essen und Kleinkram wie Bahnticket und Eintritt usw.: 310,00€


    Nationalpark Pass: 45,00€


    TomTom USA Navi Software: 56,00€


    Shopping: 400,00€

    Insgesamt hat uns der Urlaub, oh falsch, unsere Hochzeitsreise ca. 4.300,00€ gekostet.


    Gefahrene Kilometer: 4712, Verbrauch im Schnitt ca. 10 Liter auf 100 km.
    Das lange Autofahren empfanden wir nicht als Störend, da wir keine Wanderer sind und glauben das die Sehenswürdigkeiten nach einer Stunde noch genauso aussehen wie nach 50 Minuten, hatten wir zeitlich nie Stress. Das Navigationssystem hat sich echt bewährt. Es zeigte die Restfahrzeit großzügig an, so das man sich immer gut drauf einstellen konnte. Routenabweichungen wurden schnell neu berechnet.
    Auch für Leute mit weniger guten Englischkentnissen ist ein solcher Urlaub problemlos zu bewähltigen. Sind die Hotel's von Deutschland aus vorgebucht, gibt man nur noch die Voucher ab. Essen bestellen, Tanken und ein klein wenig smalltalk sind auch leicht zu schaffen. Da es sehr viele Touristen gibt, sind die meisten Leute doch sehr freundlich und geben sich Mühe bei Problemchen.


    Zur Vorbereitung gibt keinen besseren Platz als dieses Forum,"....hier werden Sie geholfen", bessere Tips bekommt man nirgendwo, so geht auch unser Dank an alle fleißigen Helfer im Forum.


    Für uns war es ein rundum gelungener Urlaub, äh sorry Hochzeitsreise.


    Vielen Dank und Tschüß aus Hamburg
    chrischi

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