Halloween, Hoodoos und Hofbräuhaus

  • Herzlich willkommen zu meinem Kurzreisebericht




    Für nur 9 Nächte in die Staaten? Und dann auch noch bis nach Vegas? Sich den langen Flug aufbürden für ein paar Tage; rentiert sich das?
    Das waren die Fragen und Bedenken, die wir vor dem Urlaub hatten. Jetzt, nach den wunderschönen Tagen, kommen wir beide zu einem eindeutigen JA. In dem Bewustsein dieser möglichen Widrigkeiten haben wir jeden Tag viel intensiver genossen. Wir standen jeden Tag mit den ersten Sonnenstrahlen auf und nutzten die helle Zeit, als gäbe es keinen weiteren Tag. Und durch unsere vier Ortswechsel entstand der Eindruck eines mindestens zweiwöchigen Urlaubs. Wir werden es wieder tun. Vorsaussetzung dafür ist natürlich ein günstiger Flug.




    Anreise zum Flughafen, 27.10.2011


    Mit zwei Fahrzeugen begannen wir am frühen Donnerstagnachmittag unsere Tour. Unser Hund Spike durfte Ferien bei meiner Schwägerin machen. Die Katzen wurden zu Hause von meinen Eltern versorgt. Nachdem wir den Hund und den "dazugehörenden" VW Golf abgegeben hatten, fuhren wir auf direktem Weg nach Stuttgart. Hier hatten wir ein sehr günstiges Angebot des Holiday Inn Express (Leinfelden-Echterdingen) gebucht: Sleep & Park für 129.- Euro, darin inkludiert: Übernachtung für 2 Personen, Frühstück, 2 Wochen in der hoteleigenen TG parken und ein Shuttle zum Flughafen und zurück.



    Neben dem Hotel gibt es ein sehr gutes italienisches Restaurant, das Flying Ship. Und da wir sehr hungrig und unsere Augen angesichts der tollen Speisekarte auch größer als der Magen waren, bestellten wir mal munter darauf los (in Unwissenheit der Größe der Portionen). Vitello Tonnato, Insalata Italia, Pizza und Pasta ...


    Dass wir trotz des schönen Zimmers nicht gut schlafen konnten, versteht sich von selbst. :hau:

  • zum Thema: sind 9 Tage zu kurz? nein, niemals!!


    Da muss ich dir auf jedenfall Recht geben. Für uns ist nix zu kurz für einen Aufenthalt in Las Vegas, oder Umgebung!


    Wir waren das 1. Mal in der USA/Las Vegas auch nur für 10 Tage! Und waren begeistert, trotz der langen, anstrengend Anreise + natürlich auch Heimflug! Wir sind wieder gekommen, und immer wieder.... :peace1:

  • Zitat

    Original von bikerteam
    zum Thema: sind 9 Tage zu kurz? nein, niemals!!


    Richtig, wir waren dieses Jahr nur für eine Woche in San Francisco, weil unsere
    Ägypten Reise wegen der Unruhen abgesagt wurde. Das lohnt sich IMMER.
    Das war besser und erholsammer als drei Wochen Türkei am Strand liegen.


    Andree

  • Freitag, 28.10.2011


    Der Tag begrüßte uns mit Sonnenstrahlen, gegen 7.30 Uhr standen wir auf, frühstückten gemütlich im Hotel und ließen uns vom Hotelbus zum Airport bringen. Das war ja mal gemütlich ...


    Leider musste ich aber während der Anfahrt im Radio die Eilmeldung vom Mord an einem Kollegen in meiner Dienststelle vernehmen. Das war ein Schock. Und so verbrachte ich die Wartezeit mit Telefonieren und "Nachrichtenbeschaffung". Ich kannte ihn nur vom sehen, trotzdem stand ich total neben mir ...


    Der Flug mit Delta von STR nach Atlanta verlief ruhig und ereignislos, mal davon abgesehen, dass ich mir einen Becher Wasser über die Hose kippte ... X( hier half die Tageszeitung enorm und nach zwei Stunden war tatsächlich alles wieder trocken. Aber, warum muss man die Bomber nur immer auf gefühlte 15° runterkühlen???




    's Schwabaländle von oben ...




    Fingerlakes Region



    Einreise und Zoll in Atlanta waren in rund 30 Minuten erledigt. Wie üblich mussten wir mit unserem aufgegebenen Reisegepäck durch den Zoll und es danach aufs Transferband legen.


    Im ATL spielte an einer Bar eine Jazzband und so verging die Zeit recht schnell


    Der Anschlussflug hatte fast 60 Minuten Verspätung trotzdem landeten wir fast pünktlich in Vegas.




    Dort fütterte Nina die erste Slotmachine, dann ging es zum Autoverleih, Dollar.
    Wir hatten einen Standart SUV (Grand Cherokee o.ä.) gebucht und hofften natürlich auf etwas Größeres in der Choiceline :nicken:


    Der junge Mann am Außencounter nahm mir aber jegliche Hoffnung: "the only SUV i have is a Chevrolet blablabla". Die Karre sah aus wie ein Kleinbus, von SUV keine Spur. Allerdings stand in der gleichen Reihe daneben ein Tahoe. Frechheit siegt, dachte ich mir, lud ein und fuhr unbeanstandet hinaus :D:bier:



    Nach einem Kurzeinkauf im nahen Walmart-Supercenter gings ins Hotel South-Point und nach einer ausgiebigen Dusche sofort ins Bett. Und dort war es sowas von leise, sag ich euch ... :brav:



  • Juhu,


    für USA lohnen sich 9 Tage immer. Ist was für´n Geschmack. Der Haken an der Sache ist nur, dass der Abschied schon immer so nah vor der Tür steht...


    Bin mal auf die Fortsetzung gespannt, da wie nächstes Jahr auch "nur" 6 Tage around Vegas haben...


    Grüße aus Südkirchen


    Waldi


    PS: Bei mir is Helm wichtiger wie Weste...

  • Samstag, 29.10.2011 - Good Morning America



    Die Nacht im Hotel war einfach traumhaft. Die Zimmer groß, sehr sauber, das Bad picobello rein, keine Stockflecken, alles 1A. Keine störenden Gäste, die sich nachts vor meiner Zimmertüre unterhalten müssen, keine schlagenden Türen, nichts dergleichen. Wir ließen uns vom Wecker aus dem Schlaf holen, denn wir wollten um 7 Uhr gen Norden starten. Im Hotel fand gerade eine Zuchtbullenshow statt, jede Menge Cowboys waren anwesend und wir hätten uns das Spektakel gerne angesehen. Aber wir hatten ja andere Pläne.



    Über den Highway 160 fuhren wir Richtung Pahrump und dann weiter nach Beatty. Zu unserer Überaschung fanden dort die Beatty Days statt, mit Chili-Cooking-Contest, Carshow und Flewmarket sowie hstorischer landwirtschaftlicher Fahrzeugeausstellung ...



















    Von Beatty aus sind es nur wenige Meilen nach Rhyolite, einer zu Zeiten des Goldrausches blühenden kleinen Stadt mit damals 52 (!) Casinos. Heute ist davon nicht mehr viel zu sehen. Ein paar der ehemaligen Bewohner geistern noch durch die Gegend und einer davon hat sogar ein Fahrrad entdeckt. Das hat uns alles Amy, das "leichte Mädchen" am Bottlehouse erzählt. Und Amy muß es wissen, haben sie doch so viele damals besucht ... :99:











    Über die Leadfield Road ging es dann weiter zum Titus Canyon. Ein Traum von einer Straße und traumhafte Ausblicke. Hier fühle ich mich wohl. Irgendwie erinnert mich die Strecke ein wenig an den Apache Trail (im ersten Teil jedenfalls).







    Der weitere Verlauf durch den Titus Canyon hat uns wieder einmal die Macht und Kraft der Elemente vor Augen geführt. Apropos Elemente ... bei schlechtem Wetter möchte ich hier nicht unterwegs sein. Bei Regen fließt wohl alles genau hier durch ...






    Wir durchquerten das Death Valley auf dem kürzesten Weg und begaben uns zu unserer Unterkunft in Lone Pine, dem Comfort Inn, wo wir gerne in ein Zimmer mit Bergblick und Balkon für die nächsten zwei Nächte einzogen.












    Nachdem wir im örtlichen Supermarkt unsere Vorräte für den nächsten Tag aufgefüllt hatten und für den Balkon noch eine Flasche Rotwein ergatterten, begaben wir uns in das Miguel Totem Cafe an der Hauptstraße.


    Neben lecker Sam Adams Bier ließen wir uns dort das erste Steak an Ofenkartoffeln und Gemüse schmecken (sehr lecker, sehr empfehlenswert).




    Trotz des nahen Highways schliefen wir wie die Murmeltiere bis zum Sonnenaufgang am nächsten Morgen. Im Hotel waren sehr wenige Gäste, ein paar Franzosen, ein par Amis, das war's ...

  • Zitat

    Original von Otto


    Den Supermarkt fand ich sehr "übersichtlich" - evtl. hast du ja auch einen anderen aufgetan (der war an der "Main" Street).


    Ist derselbe Supermarket ... gab aber alles, was wir für den nächsten Tag benötigten.

  • Sonntag, 30.10.2011 - Hoch hinaus und mittendurch


    Um 7 Uhr klingelte der Wecker heute ... wir haben fast 12 Stunden geschlafen - und wie! Es war absolut ruhig, von der 395er fast nix zu hören. Einfach toll!
    Und dann habe ich den Vorhang am Fenster zur Seite geschoben und:






    ein strahlend sonniger Tag begrüßte uns. Es war zwar noch ziemlich frisch, aber das wird schon werden, da waren wir uns sicher. Nach einem recht passablen Frühstück fuhren wir vom Ortskern die Whitney Portal Road in Richtung Mt.Whitney. Schon toll, wie weit man da mit dem Auto alleine kommt. Ich bin mir sicher, einmal wandere ich auch noch auf den Mt. Whitney hinauf, allerdings etwas früher im Jahr.


    Unser Dicker transportierte uns zuverlässig und mit seinen 8 Zylindern schnurrend von 1136 Meter auf sage und schreibe 2458 Meter!!!!












    Nach einer halben kalten Stunde am Trailhead und Wasserfällchen fuhren wir wieder Richtung Lone Pine zurück, die Alabama Hills erkunden.







    In den Alabama Hills verbrachten wir den restlichen Tag, wir fuhren offroad, machten Brotzeit, kletterten wie die Wilden, fuhren wieder offroad, entdeckten und erkundeten Arches und Felsen, Schluchten und Canyons, bis wir total fertig und gesättigt waren. Was für eine Landschaft! Was für ein Geschenk der Natur an den Menschen!




























    Zum Schluss besuchten wir noch diesen wilden Kerl:




    Irgendeiner seiner spitzen Zähne war wohl verantwortlich dafür, dass einer der ohnehin nicht so guten Reifen am Tahoe schnell Luft verlor ... deshalb ging es flugs zurück nach Lone Pine und an deiner Tanke habe ich das nagelneue Ersatzrad aufgezogen. Gleichzeitig beschloss ich, die Karre am nächsten Tag zu tauschen. Ich habe ja noch ein paar Touren offroad geplant :D




    Ja und dass so ein schöner Tag nicht nur mit einer Panne abgeht, ist klar ... irgendwann begann ich beim Rumklettern zu rutschen, drehte mich wie gelernt auf den Bauch und versuchte mich mit den Händen festzuhalten, nachdem ich den Foto in Sicherheit brachte ... dabei erwischte es meine Unterarme, auf dem rauhen Stein ganz toll ... und wer sich oben dachte: coole Hose Günni, die möchte ich auch ...



    ... die hat den Tag nicht überstanden! Scheißglumpp! Jetzt sollte ich doch mal abspecken! Aber erst nach dem Urlaub! Jetzt gab es erst mal noch lecker Weinchen und Sandwiches auf'm Balkon.





    Dass ich die Flasche schließlich fast alleine geleert habe, hatte sich Madame mit ihrem Lachen über mein Malheur selbst eingebrockt.


    Ja und wenn man etwas bedudelt :trinker: ins Bettchen sinkt und sieht nachfolgende Fernbedienung, dann denkt man wieder mal: Die spinnen die Amis :99:




    Mit der klinisch reinen Fernbedienung in der Hand und gefühlten 1,5 Promille Alkohol im Blut schlummerte ich ein ...

  • Das Whitney Portal ist genau in einer Landschaft, die ich so liebe. Und da riecht es auch genau so, wie ich es liebe. :nicken:


    Der Aufstieg scheint, ersten Berichten zufolge, keine größere Schwierigkeit zu sein. Einfach ca. 17 km mehr oder weniger wandern ...


    Das wäre auch mal einen Kurztrip wert ... und danach nach Sin-City zum Relaxen in den Pool :bier:


    Edit: Link

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