Reisebericht: Arizona Strip |
Hatchcanyon
Lancisti
 

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Herkunft: Hessischer Odenwald (+ Utah)
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| Reisebericht: Arizona Strip |
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Vorwort:
Nach dem Zeitpunkt, an dem wir das Gebiet bereisten, wurde das Grand Canyon - Parashant National Monument ins Leben gerufen. Vieles, was hier beschrieben ist, liegt heute innerhalb des National Monuments.
Arizona Strip
Anfang September. Wir kommen von Flagstaff, haben auf dem Weg nach Kanab zwei Tage zuvor den Antelope Canyon besucht. Damals noch ohne verpflichtenden Führung. Einfach den Obolus entrichtet und dann fuhren wir mit 4WD selbst bis zu Slot. Auf der Weiterfahrt ereignen sich 2 Dinge. Die Erkältung von Lady wird schlimmer und das Klopfen an der Vorderachse unseres Ford Explorers auch!
Erfahrung macht klug! Bloss nicht mit dem Defekt zum Autovermieter! Das Fahrzeug ist neu, hat noch Garantie, Kanab aber keinen Ford-Händler. Ab nach St. George! Dort bekommen wir die defekte Gummilagerbüchse ersetzt. Kostenlos, aber es dauert ca. 4 Std., weil der Austausch nicht ganz einfach ist. Lady besorgt sich Contac, um die Erkältungs-Symptome zu bekämpfen. Auf dem Rückweg nach Kanab machen wir einen Umweg über Cedar Breaks, den kleinen Bryce Canyon.
Auto ok, jetzt kann es wieder Abenteuer geben. Wir haben uns vorgenommen, den Arizona Strip zu bereisen.
Arizona Strip - was ist das eigentlich? Nun, jedenfalls nichts Halbseidenes! Es ist das zu Arizona gehörende Gebiet nördlich des Grand Canyons. Bevor die Brücke über den Marble Canyon in 1929 eröffnet wurde, war das Gebiet von Arizona aus kaum zu erreichen. Nicht zu Utah gehörend und weit entfernt von der Staatmacht Arizonas bleibt das Land wild. Daran ändern auch Versuche nichts, Leute mit staatlichen Hilfen (Stock Raising Homestead Act) zur Ansiedlung zu bewegen. Praktisch alles scheitert und zurück bleiben einige wenige Gebäude in der Gegend des Mt. Trumbull und nördlich der Tuweep Ranger Station (Grand Canyon N.P.) als Mahnmale des Scheiterns.
Einsam ist das Gebiet. Ausser besagter Ranger Station und einer Handvoll versteckter Ranches ist hier wahrlich nichts. Völlig auf sich gestellt sollte man entsprechend ausgerüstet sein. Sind wir auch und trotzdem haben wir ein Manko, dass uns damals nicht bewusst ist - zwar reisen wir mit USGS-Topmaps, aber ohne GPS! Ein Mangel, der uns viel Zeit kosten wird und Nerven dazu!
10. September:
Wir wohnen in Kanab im Red Hills. Frühstücken gehen wir schräg gegenüber in der Parry Lodge, wo wir leider kein Zimmer bekommen hatten. Aber das Frühstück ist wirklich gut!

Kanab, vor der Parry Lodge - das Red Hills im Hintergrund
Start in Richtung Fredonia. dazwischen die State Line Utah - Arizona. Mit der Kneipe genau über der Linie. damals noch mit einer "trockenen" Seite im nörlichen (Utah!) Schankraum und einer gut bestückten Bar im südlichen Teil! Ein Johnny Walker - $2 ! Grenzgänger sind wir - saufen in Arizona, pinkeln in Utah!
In Fredonia nehmen wir die AZ 389 nach Westen in Richtung Colorado City - Hurricane. Nicht für lange. Nach ca. 13 Kilometern (bei UTM 12 S 035319x 408254x) biegen wir nach links und Süden auf eine graveled Road ab. Vor uns das Nichts bis zum Horizont!

Hier beginnt das Abenteuer. Ausfahrt ins Nichts!
Wir wollen zur Tuweep Ranger Station, Vulcans Throne ansehen. Und danach weiter nach Westen. Lang ist der Weg, über 80 Kilometer graveled Road. Eine öde, trockene Ebene, nur gelegentlich von flachen Hügeln unterbrochen. Eine Landschaft zum schwermütig werden. Es geht zumeist nach Südwest, die Road ist gut, so kommen wir wenigstens flott voran. Die Staubfahne hinter uns muss meilenweit zu sehen sein. Hack Canyon, den grossen Nebencanyon des gewaltigen Kanab Canyons, dem grössten Canyon nördlich des Grand Canyons passieren wir in wenig Abstand, bekommen aber keinen Einblick. (Man kann auf einer Nebenspur bis zur Hack Canyon Mine hineinfahren)
Erst nach 40-50 Kilometer ändert sich das Landschaftbild wesentlich. Wir nähern uns von Nordosten den vulkanischen Uinkaret Mountains, Kleine Krater, Lavaströme tauchen auf. Die Route dreht nach Süden ab, geht entlang der Toroweap Cliffs in Richtung Tuweep Ranger Station, Vulcan´s Throne und dem Rand der inner Gorge des Grand Canyons.

Toroweap Valley, vulkanischer Kegel
Wir sehen wenige Holzgebäude, Nein, Tuweep ist das noch nicht. Das sind Hinterlassenschaften der gescheiterten Siedlungsversuche: An der Ranger Station selbst ist niemand anzutreffen. Wir fahren weiter nach Süden in Richtung Vulcan´s Throne. Ein Vulkankegel, der im Valley genau auf der Kante zur Inner Gorge sitzt.

Gebäude aus der Besiedlungs-Epoche nach 1916. Die Besiedelung scheiterte letztendlich am fehlenden Wasser.
Toroweap Lake ist trocken, wie es zu erwahrten war. Der Vulkan wirkt durch die momentan fehlende Sonne - wir waren unter dichte Bewölkung geraten - nur schwarz und düster. Nicht das, was wir uns versprochen hatten, vom gegenüberliegenden Canyonrand wirkt er wesentlich stärker.

Toroweap Valley nach Süden
Zurück nach Tuweep, von dort soll es eine Verbindung nach Westen geben, über die man Whitmore Canyon erreichen kann. Wir finden den Weg, er führt und in die gewünschte Richtung. Zeichen von Benutzung sind dabei eher rar, werden im Laufe der Strecke immer weniger. Der niedrige Wald verdichtet sich. Hier war schon lange keiner!

Einsamer Waldweg nach Westen
Sind wir auf dem richtigen Weg? Ohne GPS gibt es für uns keine absolute Gewissheit, aber die Richtung stimmt und der Vergleich der Landschaft mit der Topomap ist auch positiv. Also weiter!
Plötzlich sind wir am Ende. Vor uns so etwas wie ein Viewpoint, weit schweift der Blick übers Land. Aber wo ist der Weg? Es gibt keinen. 200 Meter tiefer endet der andere Weg von Westen kommend. Unwillkürlich hatten meine Augen beide Wege auf der Topomap verbunden, obwohl die Lücke deutlich zu sehen gewesen war. Das Wollen und das Gehirn spielen einem schon mächtige Streiche!

Hier ist erst mal Schluss!
Was nun? jedenfalls zurück ins Toroweap Valley, dann sehen wir weiter! Es soll noch einen zweiten Weg geben, nördlicher und quer durch die Uinkaret Mountains. Auch diesen finden wir, verlieren ihn aber im dichten Wald und eine Unmenge unklarer Wegegabelungen. Ohne GPS können wir den Standort nicht richtig bestimmen, die fehlende Fernsicht verhindert eine optische Bestimmung. Wieder entschliessen wir uns zur Umkehr.
Neuer Ansatz. Nordwestlich des Mt. Trumbull gibt es eine gut beschriebene Wegekreuzung, an der - was sollte es im westen auch anderes sein! - ein Poinier-Schulhaus steht. Ghost Town! Mt. Trumbull oder auch Bundyville genannt. Das sollte zu finden sein, von dort geht der Weg exakt nach Süden in den Whitmore Canyon. Fast 40 Kilometer liegen vor uns. Im Arizona Strip darf man mit Entfernungen nicht kleinlich sein!
Leider haben wir viel Zeit verloren, wir müssen uns sputen. Tatsächlich finden wir das Schulhaus, den Weg nach Süden. (12S 029158x 403191x) Erst eine gut gegradete Road, später wird sie 4WD verlangen. Wie schon die ganze Zeit blüht es auch hier wieder am Wegesrand intensiv gelb. Knapp 40 Kilometer haben wir noch vor uns.

Die Road hinab in den Whitmore Canyon
Plötzlich Zeichen menschlicher Besiedelung. Hier weit draussen existiert eine Ranch. Und die hat narürlich ihren Landing Strip. "Whitmore International Airport" verkündet stolz ein hölzernes Schild. Wie wir später erfahren, kommen Gäste her, die ganz einsame Reiterferien machen wollen. Mächtige Lavaströme künden auch hier von der noch nicht lange zurückliegenden vulkanischen Episode.

Whitmore International Airport
Wir kommen in tiefere Gefilde. Whitmore Canyon mündet schliesslich in die Inner Gorge des Grand Canyon. Die Vegetation ändert sich. Nicht mehr das Waldland der Hochfläche ist kennzeichnend, mehr und mehr verbreitet sich die Vegetation der Lower Desert, wie man sie im Süden Arizonas findet. Ocotillos und Barrel-Kakteen werden häufig. Die meiste Vegetation wirk allerdings um diese Jahreszeit total verdorrt.

Barrel-Kakteen
Trotz allem, die Route durch den Whitmore Canyon ist etwas anders, als man es von den üblichen Trails kennt. Zwar rauh im südlichen Abschnitt, aber trotzdem mit nur relativ geringem Gefälle. Auch hier spielt wieder der Vulkanismus die entscheidende Rolle, ermöglich es überhaupt erst, mit Fahrzeugen bis an den Rand der Inner Gorge im Grand Canyon vorzudringen. Wir fahren auf einem Lavastrom!
Dessen Quelle war Mt. Emma östlich des Canyons. Die dünnflüssige Lava floss den Westhang herab, traf auf Whitmore Canyon und wurde von diesem wie in einer Abflussrinne nach Süden umgeleitet. Die Glutmassen erreichten den Grand Canyon, verstopften die Inner Gorge und errichteten einen hohen natürlichen Damm. Der Fluss muss dahinter einen gewaltigen See gebildet haben, sozusagen einen natürlichen Lake Powell!
Vor uns ist der gewaltige Riss der Inner Gorge sichtbar. Wie weit können wir noch fahren? Die Frage wird bald beantwortet - bis zum Rand, dort wo das Cliff steil hinab zum Fluss stürzt.

Inner Gorge
Wir stehen gut 260 Meter über dem Fluss. Anscheinend eine wegelose Steilwand. Erst einmal die Aussicht geniessen, erst einmal wegstecken, dass es hier um die 40°C hat! Das Panorama ist grandios! Der Blick nach Osten in die Inner Gorge offenbart weitere Lavamassen, die der Fluss im laufe der Zeit durchbrochen hat.

Am Ende des 4WD-Trails. Blick in die Inner Gorge nach Osten. Lava!
Genau gegenüber auf der anderen Fluss-Seite die Überreste des Lavadamms, der sich hier an der Mündung des Whitmore Canyons einst aufbaute. Auch ihn hat der Fluss überwunden.

Überreste des Whitmore-Lavadamms

Das Ende des Whitmore-Lavaflusses
Hier soll ein Weg zum Fluss hinab führen, zum Abstieg ohne bergsteigerische Ambitionen? Den sehen wir erst einmal nicht. Nur der Hinweis, dass man nach einem alten Stacheldrahtzaun Ausschau halten sollte, - der hilft uns schliesslich weiter. Es geht erst einmal nach rechts hinauf auf eine kleine Anhöhe. Und tatsächlich, hier beginnt ein steiler Fusssteig, der die Wand hinabführt. Erst einmal seitlich des Lavastroms und in Serpentinen. Von hier oben sind wohl um die 280 Höhenmeter zu überwinden. Was ist das schon gegen die Quälereien auf den Routen zur Phantom Ranch? Hier geht es einfacher!

Auf dem Hügel, wo der Abstieg beginnt. Der Explorer wirkt vor einer solchen Kulisse wie ein Spielzeugauto
Wenn da nur nicht die enorme Hitze wäre. Schatten spendet nichts, die paar Ocotillos scheinen zusammen mit Kakteen die einzigen lebenden Wesen zu sein. Gut, der Weg ist nur rund 1.200 Meter lang. Wasser nehmen wir mit, eine Kamera auch.

Ocotillos
Wir beginnen den Abstieg. Schnell gelangen wir unter die grosse Lavawand, die der Durchbruch des Flusses hinterlassen hat. Gewaltige Basaltsäulen treten plastisch hervor. Überall am Rande des Pfades liegen deren sechseckige Bruchstücke.

Lavawand
Uns erscheint diese Wand aus Hexagonen wesentlich eindrucksvoller als Devils Postpile.

Hier hat die Erosion Säulenbündel freigelegt
Endlich sind wir am Flussufer angekommen, eine sandige Beach, bewachsen mit riesigen Opuntien. Hier unten ist die Hitze mörderisch, noch wesentlich heisser als oben am beginn des Trails, wo unser Auto steht. Wir können nur schätzen - 45°C! Und wir haben ein Problem!
Lady`s Kreislauf spielt verrückt. Die Erkältung? Wahrscheinlich! Aber wohl auch die Medikamente. Sie kann erst mal nicht weiter, legt sich einfach hin! Erklärt mir, sie käme da nie wieder rauf, es ginge einfach nicht! Panik!
Ruhe bewaren! Gut zureden, wir haben alle Zeit der Welt. Stimmt leider nicht, durch die verschiedenen Irrfahrten ist es viel später als gedacht, der Sonnenuntergang steht in absehbarer Zeit bevor! Lady weiss das und es liegt nun an mir, die Panik nicht noch grösser werden zu lassen. Also erst mal hinsetzen, zureden, dafür sorgen, dass sie trinkt! Unser nächstes Problem - für so eine Situation haben wir viel zu wenig Wasser mitgenommen! Also alles für sie, mir gehts ja gut!

Am Ufer des Colorado Rivers bei vermutlich 45°C.

Überreste des natürliche Damms am südlichen Ufer. man kann erkennen, dass sich der Fluss inzwischen weiter eingegraben hat. Unter dem Basalt kommt wieder Sedimentgestein zum Vorschein.
"Komm, jetzt gehen wir mal 10 Meter!" Lady rappelt sich hoch, geht ein paar Schritte, muss sich wieder hinsetzen. "Trink!" Sie trinkt, wir rasten einige Minuten. Zum Glück steht die Sonne schon so tief, dass die Canyonwand Schatten spendet. Heiss bleibt es trotzdem, am Fluss sogar drückend! Wieder 10, 15 Meter, die gleiche Prozedur! So quälen wir uns Meter um Meter vorwärts. 280 Höhenmeter auf 1.200 Metern Wegstrecke. Und das bei diesen Temperaturen. Allmählich werden die Strecken zwischen den Pausen etwas länger. Wir werden es schaffen!

Der Kreislauf spielte nicht mehr mit
"Trink!" Das ist jetzt wichtig, der angeschlagene Organismus braucht das Wasser, braucht Flüssigkeit zur Kühlung. Ein Hitzschlag hier draussen könnte fatal sein! Langsam gewinnen wir an Höhe, aber es liegt noch eine Menge vor uns. Immerhin, die Distanzen zwischen den Ruhepausen sind noch länger geworden.

Noch immer liegt ein erheblicher Teil des Aufstiegs vor uns
Unser Wasservorrat ist mehr als knapp, obwohl ich mir schon seit dem Beginn des Aufstiegs das Trinken verkniffen habe. Aber das geht!

Abendlicht

Die Schatten werden rasend schnell länger
Ganz schnell kriechen jetzt die Schatten in den Canyon, Bald haben wir Sonnenuntergang, kurz danach Nacht. An sich eine archaisch schöne Landschaft, aber das ist in der Situation nicht mein Hauptaugenmerk. Lady muss heil zurück zu Auto kommen! Wie schön es eigentlich war, werde ich erst später auf den Dias erkennen können.
Noch einmal traversieren wir unter den Basaltsäulen. Die Opuntien verschwinden und Barrel-Kakteen erobern die Halden.

Nochmals die hexagonalen Basalt-Säulen
Wir erreichen die Halde neben der Lavawand, steigen mit vielen Pausen die Serpentinen hinauf. das Wasser geht zu Ende. Aber wir werden es schaffen!

Barrel-Kaktus. Die verdorrten Büsche wirken gespenstisch.
Nur noch wenige Höhenmeter, der Rand ist schon fast zu greifen. Das letzte Wasser trinken, jetzt geht es nur noch bergab zum Standplatz des Autos. Wir haben es geschafft!

Die letzten Meter!
Wasser!
Zum Glück haben wir davon genug im Fahrzeug, gut gekühlt! Motor an, Klimaanlage an, das ist jetzt wichtig. Und etwas essen. Nicht viel, aber genug, dass sich der Kreislauf endgültig stabilisiert. Danach bleibt noch Zeit für letzte Blicke in die Schlucht. Da unten waren wir! Haben den Weg nicht ernst genommen! Das soll uns nie wieder passieren.

Die Abendschatten kriechen in die Schlucht

Ein grosses Panorama
Lady geht es wieder besser, mein Flüssigkeitsbdearf ist gedeckt. Wir können los - zurück in die Zivilisation. Aber die ist weit! Erst mal fast 40 km bis zum Schulhaus und von dort eine unbekannte Anzahl Kilometer bis auf den Teer. Im letzten Sonnenlicht nehmen wir den Rückweg durch den Whitmore Canyon in Angriff. Die nächsten 12 - 15 km sind noch ziemlich rauh, die möchte ich gerne im Hellen hinter mich bringen.
Hinter der Whitmore Ranch ist es stockdunkel geworden. Und wir haben wieder ein Problem. Diesmal ist es der Benzinvorrat, der bedenklich gering ist. Zurückzufahren wie wir gekommen sind, das scheidet völlig aus. Wir müssen versuchen, uns direkt nach Norden zur AZ 389 durchzuschlagen.
Das Mt. Trumbull-Schulhaus steht schemenhaft in der Nacht. Wir fahren gradaus weiter nach Norden im Richtung Colorado City. Navigieren so gut es geht. Zum Glück ist es inzwischen sternenklar. Nach einer Anzahl Kilometer plötzlich und unerwartet ein Bach! Der Weg senkt sich schlammig ins Wasser, kommt schlammig wieder raus. Lady - inzwischen wieder bei Kräften - will die Situation erkunden, steigt aus und steht nach wenigen Schritten so tief im Schlamm, dass er ihr oben in die Wanderschuhe läuft!
Schuhe aus! Füsse säubern, alles Schmutzige irgendwo hinten verstauen. Was machen wir jetzt? Schlimmer kanns nicht werden, also Augen zu, 4LO rein und durch! Halleluja! Es funktioniert!
Weitere Meilen in rabenschwarzer Nacht. Ob die Tankuhr auch unter Null gehen kann? Plötzlich voraus Lichter! Das muss Colorado City sein. Aufatmen! Wir fahren drauf zu. Aber irgendwie haben wir den Eindruck dem Licht nicht näher zu kommen. Und dann der Schock, der Weg biegt rechtwinklig nach Osten ab, lässt die Lichter buchstäblich links liegen. Jetzt können wir nur noch hoffen!
Irgendwie ist das Schicksal heute doch nicht gegen uns. Wir erreichen Teer, fahren nach Osten. Fredonia taucht auf, es gibt Benzin. Und dann gibts da noch sowas wie eine alte Tankstelle, die zu einer Art Getränkeautomat umfunktioniert war. Bier! Ein Sixpack! Toll, auch wenn alkoholfrei, es war ja kein Liquor Shop! Völlig egal - jetzt nur noch Bier und Bett!
© RRS 2006
__________________ Desert drunk and Red Rock crazy!
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29.08.2006 19:48 |
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Cape Breton

Deckelmacher

Dabei seit: 23.04.2006
Beiträge: 434
Herkunft: Norddeutschland
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Toll geschriebener Bericht Hatch, liest sich wie ein spannender Krimi...
Wie gut, dass ihr da heil wieder rauf gekommen seid, Kreislaufprobleme in so einer Situation sind alles andere als schöne Andenken....
Schöne Photos!!!!
Gruss
Ute
__________________ Bei Stammtischtreffen dabei
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29.08.2006 20:20 |
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Ganimede
Dauerstammtischler
   

Dabei seit: 21.10.2005
Beiträge: 821
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Sehr schöner und spannender Bericht, wirklich super top26
Hättet Ihr nicht (notfalls) im Auto übernachten können?
__________________ Bei Stammtischtreffen dabei
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29.08.2006 20:52 |
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Hatchcanyon
Lancisti
 

Dabei seit: 26.08.2004
Beiträge: 3.168
Herkunft: Hessischer Odenwald (+ Utah)
Themenstarter
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Hätten wir Volker, dafür war alles an Bord. Nur, der Sprit wäre auch nicht mehr geworden! top12
Gruss
Rolf
__________________ Desert drunk and Red Rock crazy!
Bei Stammtischtreffen dabei
Desert drunk solitude tales
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29.08.2006 20:53 |
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luxor
guter Stammkunde
   

Dabei seit: 03.02.2005
Beiträge: 219
Herkunft: Bayern
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Hallo Rolf,
schöne Alternative zum "langen Walk" in den Canyon,
tolle Bilder, werde ich mir merken. top26
Hätte ich das bei meinem Toroweap Besuch vor 2 Jahren
gewußt, schade!
__________________ Gruss Christian
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29.08.2006 20:59 |
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Ganimede
Dauerstammtischler
   

Dabei seit: 21.10.2005
Beiträge: 821
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Original von Hatchcanyon
Hätten wir Volker, dafür war alles an Bord. Nur, der Sprit wäre auch nicht mehr geworden! top12
Gruss
Rolf |
Da hast Du Recht. Ich tanke bei meinen Tourirouten in den USA meistens immer schon, wenn die Tankanzeige auf halb steht. Mann weiß ja nie top8
__________________ Bei Stammtischtreffen dabei
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29.08.2006 21:00 |
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Hatchcanyon
Lancisti
 

Dabei seit: 26.08.2004
Beiträge: 3.168
Herkunft: Hessischer Odenwald (+ Utah)
Themenstarter
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| Zitat: |
Original von luxor
Hallo Rolf,
schöne Alternative zum "langen Walk" in den Canyon,
tolle Bilder, werde ich mir merken. top26
Hätte ich das bei meinem Toroweap Besuch vor 2 Jahren
gewußt, schade! |
Hi Christian,
für die ganz Lauffaulen- wir zählen auch dazu! - hätte ich noch eine komplette Fahrt in die Inner Gorge. Mit dem Auto bis ans Wasser! top12 Ist allerdings nicht ganz so beeindruckend.
Gruss
Rolf
__________________ Desert drunk and Red Rock crazy!
Bei Stammtischtreffen dabei
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29.08.2006 21:10 |
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Otto
Moderator
  

Dabei seit: 12.10.2004
Beiträge: 7.365
Herkunft: Niederrhein
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29.08.2006 21:43 |
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Ingrid

Moderatorin
  

Dabei seit: 04.06.2006
Beiträge: 5.725
Herkunft: Raum Köln
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Hi Rolf !
Ist ja wirklich spannend geschrieben - und dann erst die Bilder top26
Die Basalt-Säulen finde ich schon sehr beeindruckend, einfach toll die Natur!
__________________ Humor ist der Knopf der verhindert, dass mir der Kragen platzt.

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29.08.2006 21:50 |
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canyoncrawler

Stammkunde
  

Dabei seit: 03.08.2006
Beiträge: 143
Herkunft: Westerwald
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Hi Rolf,
toller Bericht. Vielen Dank dafür.
Gruss
Kate
__________________ "We must go beyond textbooks, go out into the bypaths and
untrodden depths of the wilderness and
travel and explore and tell the world the glories of our journey."
(John Hope Franklin)
Website
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29.08.2006 21:54 |
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usabima

Freund des Hauses


Dabei seit: 30.04.2005
Beiträge: 2.571
Herkunft: Berlin
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| Zitat: |
Original von canyoncrawler
Hi Rolf,
toller Bericht. Vielen Dank dafür.
Gruss
Kate |
...dem schließe ich mich gern an!
Danke top26 top26 top26 top26 top26
Usabima
__________________ Bei Stammtischtreffen dabei

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29.08.2006 22:01 |
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early
Freund des Hauses

Dabei seit: 17.10.2004
Beiträge: 1.873
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heißt es:
Eulen nach Athen ...
oder
Wasser auf die Mühlen ...
einfach nur:
top26
early ;-)
__________________ Unsere Reiseseite
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29.08.2006 22:14 |
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Buff
Biker


Dabei seit: 06.12.2004
Beiträge: 1.834
Herkunft: Neuss
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29.08.2006 22:25 |
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Hatchcanyon
Lancisti
 

Dabei seit: 26.08.2004
Beiträge: 3.168
Herkunft: Hessischer Odenwald (+ Utah)
Themenstarter
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Danke Euch allen für das vielfältige Lob! Das spornt an!
@Buff:
Es ist mir schon ein Anliegen, über Dinge zu schreiben, die abseits des Mainstreams sind. Dort tummeln sich ja schon genug Andere, das braucht meinen Kommentar nicht mehr.
Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel! top12
Vielleicht krieg ich ja mal irgendjemanden dazu, sich intensiv mit den "unbekannten" Landschaften auseinanderzusetzen. Wär schön.
Gruss
Rolf
__________________ Desert drunk and Red Rock crazy!
Bei Stammtischtreffen dabei
Desert drunk solitude tales
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29.08.2006 22:29 |
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luxor
guter Stammkunde
   

Dabei seit: 03.02.2005
Beiträge: 219
Herkunft: Bayern
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| Zitat: |
Original von Hatchcanyon
| Zitat: |
Original von luxor
Hallo Rolf,
schöne Alternative zum "langen Walk" in den Canyon,
tolle Bilder, werde ich mir merken. top26
Hätte ich das bei meinem Toroweap Besuch vor 2 Jahren
gewußt, schade! |
Hi Christian,
für die ganz Lauffaulen- wir zählen auch dazu! - hätte ich noch eine komplette Fahrt in die Inner Gorge. Mit dem Auto bis ans Wasser! top12 Ist allerdings nicht ganz so beeindruckend.
Gruss
Rolf |
Hallo Rolf,
wir gehören zwar absolut nicht zu den lauffaulen, aber wenn sich
schöne Gegenden mit geringen Anstrengungen verbinden lassen,
warum nicht :-)
Da bei mir der Toroweap Point mit Sonnenaufgang/ - unterngang
ohnehin noch auf der "To Do" Liste steht, werden wir dies in diesem Zusammenhang verbinden.
top17
__________________ Gruss Christian
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29.08.2006 22:48 |
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