Reisebericht: Down to the river!   |
Hatchcanyon
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29.09.2005 17:36 |
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an der UT 24 in Richtung Hanksville - Sand dominiert weite Strecken
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29.09.2005 17:38 |
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Hatchcanyon
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Temple Mountain, ein Teil des San Rafael Reefs:
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29.09.2005 17:39 |
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Hatchcanyon
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Kurz vor Hanksville ändert sich die Szenerie. Nach rechts erstrechen sich grüne Felder, ein Flüsschen fliest unter der Stasse durch. Wer hier anhält, kann wenige hundert Meter nach Westen den Zusammenfluss des Fremont Rivers und Muddy Creeks entdecken. Beide verlieren hier ihre Identität, bilden den Dirty Devil River. Diese immer wasserführenden Flüsschen - sie kommen aus dem westliche Hochland der Thousand Lakes Mountains -bilden die Lebensgrundlage des kleinen Ortes.
Auf der anderen Seite der Strasse nimmt der Fluss seinen Lauf in einem etwas engeren, aber wenig spektakulären Tal mit Sandstein zu beiden Seiten. Nichts lässt hier ahnen, welchen gewaltigen Canyon er weiter im Süden geschaffen hat. Fährt man auf der UT 95 in Richtung Hite, dann folgt man dem Lauf, allerdings immer im gebührenden Abstand westlich davon. Zu Gesicht bekommt man ihn nie. Erst wieder 2-3 Meilen vor der Einmündung in den Colorado River überquert man die "Inner Gorge" und bald darauf the Mighty Colorado River itself.
Was liegt dazwischen? Ca. 58 Meilen Luftlinie mit mehr als 80 Meilen Flusslauf, 200 Meter Höhenunterschied für den Fluss. Nur 200 Meter? Das entspricht dem gesamte Gefälle des Rheins von Basel bis zur Mündung ins Meer. Und das ist es nicht alleine, was das Szenario bestimmt. Zwischen den beiden Orten liegt eine Aufwölbung, die um mehr als 400 Meter über das Niveau Hanksvilles ansteigt. So entsteht ein teils mehr als 500 Meter tiefer Canyon. Seine Tributaries gehören zu den schönsten und einsamsten Canyons Utahs.
Nur - wie kommt man ran? Oder besser gesagt rein? Nicht so trival, fast wie am Grand Ganyon. Einige Trails und als weitere Gemeinsamkeit eine Zufahrt mit dem 4WD bis hinunter zum Fluss. Dort die Crystal Creek Road und hier? Das wollen wir uns ansehen!
Aber erst mal einen Blick in den tiefen Canyon selbst werfen! Ob es sich lohnt - wer kauft schon die Katze im Sack! Selbst das ist nicht einfach, aber dann doch sogar mit dem Pkw zu machen, wenn das Wetter gut und der Driver vorsichtig ist. Auf der UT 95 nach Süden, fast immer geradeaus bis zum Mile Marker 15. Knapp daneben (UTM 12S 05333xx, 422325x)geht ein Weg ab, nach links bzw. Osten. Kommt das Schild "Garfield County", dann ist man ca. 600m zu weit gefahren. 12 Meilen recht gute Dirt Road führen zum Burr Point mit seinem 180° - Panorama des Dirty Devil River Canyons und grossen Teilen der Robbers Roost - Area. Ist der Blick nicht grossartig?
Burr Point: Blick nach Norden
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29.09.2005 17:41 |
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Hatchcanyon
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Burr Point: Blick nach Süden
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29.09.2005 17:42 |
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Hatchcanyon
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Burr Point: Tief ist er geworden, der Canyon
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29.09.2005 17:43 |
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Hatchcanyon
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Von hier führt ein Fussweg hinab zum Fluss. Wer nicht schwindelfrei ist, sollte ihn meiden - er ist stellenweise sehr ausgesetzt. (Es gibt noch min. 3 weitere Fusswege, aber das ist eine andere Story).
Und wo finden wir nun den Ansatz für unser 4WD - Abenteuer? Nicht allzu weit entfernt. Erst mal zurück zur UT 95 und dort nach links in Richtung Hite. Vorbei am genannten County-Schild, erst links, dann eine lange Rechtskurve. An deren Ausgang gehts links ab - bei (UTM 12S 05343xx, 42214xx). Gelegentlich steht ein Holzschild, aber verlassen Sie sich nicht drauf. Poison Spring Canyon nennt sich die Route. Einladender Name, finden Sie nicht!
Ein flacher Wash, alles andere als eindrucksvoll. Dem folgen wir nach Osten, verlassen ihn nach kurzer Stecke wieder in Richtung Süden und auf eine öde Hochfläche, um dann mittels eines Seitenarms doch wieder in den Wash zurückzukehren. Dass man im Richtigen ist, dafür gibts einen untrüglichen Indikator. Der sehr grobe Kies ist hellgrau, passt so garnicht zu den gelbroten, runden Buckeln des Navajo-Sandsteins, der sich rechts und links inzwischen doch einige 10 Meter hoch auftürmt. Unser Kies wurde vom Wasser aus den Henry Mountains herbeigeschafft und hier abgelagert. Sozusagen ein Einwanderer, der uns noch einige Meilen begleiten wird und die Strecke sehr holperig macht.
Poison Spring Canyon: Beginn des Trails
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29.09.2005 17:45 |
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Überhaupt der Sandstein. Starten tun wir im Navajo, bekrönt von einigen dunkelbraunen Fragmenten der Carmel Formation. Unsere Strecke wird viele unterschiedliche Lagen durchqueren und uns erdgeschichtlich bis hinunter zum Fluss um rund 70 Millionen Jahren versetzen. An den Ufern treffen wir auf erste freigelegte Bereiche aus White Rim Sandstone. Sie erinnern sich?
© RRS 2005Navajo Sandstone mit Carmel Formation - Krönchen
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29.09.2005 17:48 |
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Das Tal wird tiefer, ein primitives Gate hindert das Vieh am Betreten des Canyons. Bitte wieder sorgfältig verschliessen, wenn es passiert wurde. Von Süden drängen an mehreren Stellen grosse Sanddünen über den Rand und lassen erahnen, wie der Navajo - Sandstein entstand. Die Spuren von windabgelagerten Sandstein mit seiner typischen Schrägschichtung lassen sich erkennen, ebenso Abtragungshorizonte, wo dies Schichten wie mit dem Hobel abgeschnitten sind und darüber die Ablagerungen plötzlich horizontal oder mit anderem Schichtungswinkel weitergehen. In Stein dokumentierte Klimaänderungen! Gelegentlich schneidet differentielle Erosion skurrille Löcher ins Gestein, bildet dabei auck kleine Säulen. Viel Interessantes liegt im Detail. Aussteigen lohnt!
Am Gate:
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29.09.2005 17:52 |
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Hatchcanyon
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Navajo Sandstone, Sand und der enge Kanal des Washes:
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29.09.2005 17:54 |
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Hatchcanyon
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Es soll im Canyon auch Panels mit Anasazi - Zeichnungen geben. Sorry, ich kenne keine davon. Vielleicht finden ja genau Sie welche. Auf der südlichen Hochfläche finden sich Arches - eine andere Story!
Südlich des Canyons auf der Hochfläche:
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29.09.2005 17:56 |
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29.09.2005 17:59 |
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Das Wasser wird nun für einige Meilen zum Begleiter, der die Landschaft lieblich und den Trail schwierig werden lässt. Je nach Jahreszeit/Wassermenge sogar sehr schwierig und gelegentlich unpassierbar. Besonders tückisch sind die mehr oder weniger langen vollgelaufenen Tröge im Trail. Der Untergrund kann Stein (gut!), Kies (von gut bis schlecht) oder Schlamm (schwierig) sein. Erkennen kann mans optisch zumeist nicht - die Brühe ist einfach braun!
Trail unter Wasser:
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29.09.2005 18:02 |
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