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1

Mittwoch, 7. Dezember 2011, 20:20

Kraut meets Kraut in the states

Da mir das dieses Jahr extrem aufgefallen ist, wollte ich das mal hier zum Diskutieren einwerfen.

Egal wo ich in den USA Deutsche treffe, ich erkenne sie. Und zwar an dem ewigen "Geglotze". Kein Amerikaner etc. mustert dich so auffällig wie der Deutsche. Warum ist das so ?

Eine weitere Sache ist, dass meiner Meinung nach die meisten Deutschen versuchen, nachdem sie bemerkt haben, dass man ein Landsmann ist, so zu tun, als wärst du Luft, und als wollen Sie ja rein gar nichts mit dir zu tun haben wollen bzw. tun alles dafür, dass man nicht merkt, dass sie DEUTSCH sind. . Hilfe bloß nicht anquatschen.

Was haltet ihr davon ?

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2

Mittwoch, 7. Dezember 2011, 20:34

oh ja, Doppelthema. das stimmt. Ich stoße, wenn ich mir den anderen Thread so durchlese, wohl auf Zustimmung. Aber warum ist das so ? Ich verstehe das nicht.

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3

Mittwoch, 7. Dezember 2011, 20:43

Zitat

Original von kat
Aber warum ist das so ? Ich verstehe das nicht.

Ich bleibe da bei meinem küchenpsychologischen Ansatz: Das ist Unsicherheit. Einerseits kennt man die Leute nicht, es ist aber klar, dass man auf jeden Fall etwas gemeinsam hat und ja miteinander reden könnte. Da in Deutschland unbefangener Smalltalk mit Fremdem aber nicht so verbreitet ist, sagt man dann nichts und tut so, als sei man gar nicht deutsch. Wenn die gemeinsame Herkunft nicht offensichtlich ist, entfällt der Anlass für ein Gespräch und man hat auf jeden Fall seine Ruhe.

Im letzten Urlaub ist es mir aber aufgefallen, dass viele da (mittlerweile?) doch recht ungezwungen sind. Bin immer mal wieder mit Deutschen ins Gespräch gekommen.

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4

Mittwoch, 7. Dezember 2011, 21:01

Zitat

Original von VoF Fan

Beim Einkaufen oder in den Casinos vermeide ich es tunlichst, liegt oft am Benehmen. Queer durch den Laden brüllen und hemmungsloses knipsen im Spielbereich hasse ich nämlich, würde ich was sagen wäre es nichts nettes, also lass ich es.


Da wir letzte Woche Donnerstag nicht viel zu tun hatten sind wir noch in die öden Tanger Outlets Ft.M. Bei Tommy war eine Gruppe Mittfünfziger und hatten einen mega Stress für "Onkel Harry" das richtige T-Shirt zu finden. Der arme Mann unter den Reisenden musste die ganze Zeit die T-Shirts für die Beschenkten anprobieren und war schon sehr genervt. Auf dem Weg zur Umkleide war mein lächelnder Kommentar: "... und sehen Sie, deswegen bring ich gar keinem was mit!" ... oh oh, da hatte ich was gesagt, ich wurde mit ganz großen Augen angeguckt... STILLE ... na ja, bin dann gegangen. Beim Rausgehen hatte sich der Schock gelegt, und mir wurde erklärt, dass das ja nur bei den "älteren" so schwierig sei, die "Jungen" wüssten ja die Größe :zwinker: ... Die Dame stand auch neben mir an der Kasse, ihr wurde erklärt, dass wenn sie für 4 Dollar noch was dazulegen würde, sie nochmal 20 % Rabatt kriegt. Hat Sie wohl nicht verstanden weil sie nur beschämt lächelte und "ahaaaam" sagte. :99: ... ich hab mir hingegen schnell noch was dazu geholt. :daumen: (weil: Ich bring ja keinem was mit!)

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5

Donnerstag, 8. Dezember 2011, 08:15

Ich freue mich über jeden Touri der wenig englisch spricht und den Mut hat sich eine Reise nach Amerika zu trauen. Die Dame hätte sich bestimmt sehr gefreut, wenn du ihr an der Kasse beim Übersetzen geholfen hättest und vielleicht wäre noch ein schönes Gespräch zustande gekommen. :zwinker:

Gruß, Brenni

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6

Donnerstag, 8. Dezember 2011, 08:48

Zitat

Da in Deutschland unbefangener Smalltalk mit Fremdem aber nicht so verbreitet ist


...das sehe ich als Hauptursache. Aber das hat sich zwar in den letzten Jahren etwas geändert. So schön locker sind wir aber noch lange nicht.

...wir sind eben noch Jahrhunderte davon entfernt, jemand völlig Fremden zu sagen: "...oh, ich liebe dein Auto, ich finde das so toll"(so geschehen am Parkplatz von Balboa/Ca.... :kopfkratz:
oder : ich stehe an einer Ampel in Manhattan und habe völlig normale Winterschuhe an, da sagt eine andere Wartende zu mir: "oh I love your shoes!" :kopfkratz:
Stell Dir vor, Dir sagt das jemand bei uns...dann denkst Du sofort: will der was von mir? ...hat der gerade ein "ich-suche-einen-Partner-Seminar" hinter sich??? ...oder klaut der mir gerade die Börse???

Bei den meisten ist es eher dieses Befremdliche an solcher Art Smaltalk.
Allerdings habe ich in anderen Gegenden/Kontinenten festgestellt, daß sich Deutsche viel schneller ansprechen und auch lockerer ins Gespräch kommen.

Ist vielleicht eine typische Erscheinung in den USA?

Manchmal aber ist es uns peinlich als Deutsche erkannt zu werden, wenn sich andere Deutsche absolut daneben benehmen...also entweder laut von Regal zu Regal brüllen, sich aufführen, als wenn die Anderen alle etwas doof wären oder aber so großkotzig tun!

muhtsch

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7

Donnerstag, 8. Dezember 2011, 09:19

Die Erfahrung von KAT kann ich nicht bestätigen. Ich kam mit unseren Landsleuten - selbst den Ostdeutschen - immer gut ins Gespräch. Wenn ich bemerkt habe das ich helfen kann - wie z.B. im Safeway - dann habe ich das natürlich getan. Gerade wenn das Englisch nicht so gut ist, sollte man als alter USA-Hase Tipps und Tricks verraten. Jemand an der Kasse nicht zu helfen finde ich da nicht gut. Ebenso wenn offensichtlich einer bei Alamo/National etc. eine teuere Versicherung aufgeschwatzt bekommt. Da gebe ich immer mein Kommentar ab.

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8

Donnerstag, 8. Dezember 2011, 09:48

Zitat

selbst den Ostdeutschen


oja, danke...selbst mit uns, den Ossies kannst Du Dich unterhalten... :daumen:

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9

Donnerstag, 8. Dezember 2011, 11:34

Oha...

Der schlimmste deutsche Satz, den ich je in einem amerikanischen Geschäft gehört habe, ging an einen ca. 3jährigen und der Ton der Mutter war ebenso laut wie vorwurfsvoll: "Jetzt hast Du Dir wieder schon Aa in die Hose gemacht!" :o9:

10

Donnerstag, 8. Dezember 2011, 11:36

Jaaaa, helfen und helfen ist ja was anderes. War ja schon am "Gehen" an der Kasse. Außerdem will man nicht als Klugscheißer da stehen. So gehts mir zumindest. Aber den allein Reisenden Damen an der Immigration hab ich geholfen. Die schrie mir alle wörter entgegen die sie nicht verstand. War lustig, hatte aber bisschen Angst vehaftet zu werden ;-)

Buff

Biker

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11

Donnerstag, 8. Dezember 2011, 14:04

Ich muß gestehen, daß ich Deutschen im Ausland auch möglichst aus dem Weg gehe. Das muß ich im Auslandsurlaub nicht haben. Deswegen würde ich z.B. nie am Ballermann Urlaub machen. :D

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12

Donnerstag, 8. Dezember 2011, 15:17

Also ich würde sagen, dass ich einen Nicht-Amerikaner daran erkenne, dass er nicht versucht in einen Smalltalk zu kommen.

Ich finde es aber äußerst angenehm, wenn man durch irgendwelche Bemerkungen, ob dies nun das Auto, meine Tabakpfeife !! oder Schuhe sind, in ein nettes Gespräch verfällt. Und die unvermeidbare Frage der Amerikaner: "Where are you come from?", die man dann mit : "Germany" beanwortet, öffnet sofort Tür und Tor.

Gerhard

13

Donnerstag, 8. Dezember 2011, 15:29

wenn ich auf gleichaltrige treffe ist es leichter, ... mir kommt es aber vor, als müsste man sich mit den "Erlebnissen" übertrumpfen. Hmmm ... in Thailand ist das aber anders gewesen, da hat man sich gegenseitig geholfen.

Ingrid

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14

Donnerstag, 8. Dezember 2011, 15:46

Hmm.... :kopfkratz:...es sind doch immer die anderen die "anders" sind...das denken die anderen wahrscheinlich auch von den anderen... auch von uns :99:

LG Ingrid :peace1:
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15

Donnerstag, 8. Dezember 2011, 16:48

Wir hatten sehr nette Gespräche mit Deutschen und Amerikaner im letzten Urlaub und ich habe kein Problem damit sie anzusprechen oder angesprochen zu werden.

So haben wir z.B. in Kanab 3 nette, ältere Männer aus Frankfurt getroffen, die am Nachbartisch saßen, und sich über "deutsche Töne" freuten. Man hat sich ja auch immer etwas zu erzählen :nicken:
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andie

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16

Donnerstag, 8. Dezember 2011, 16:53

Wir haben auf unserer letzten Tour ein deutsches Paar in Phoenix getroffen.
Fanden sie ganz nett und haben daraufhin ein paar gemeinsame Tage verbracht.

andie :zwinker:
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17

Donnerstag, 8. Dezember 2011, 17:24

Zitat

Original von andie
Wir haben auf unserer letzten Tour ein deutsches Paar in Phoenix getroffen.
Fanden sie ganz nett und haben daraufhin ein paar gemeinsame Tage verbracht.

:totlach:

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18

Donnerstag, 8. Dezember 2011, 22:19

ich denke das kann man nicht pauschal sagen.

Ich freue mich richtig darauf im Urlaub alle anzusprechen,
vorallem wenn sie interessant erscheinen...

In meinem "schaun wir mal" Reiseerzählungsthread
sieht man uns in so einem alten roten Cabrio.




Das waren vorher auch wildfremde Leute, die ich einfach auf das Auto
angesprochen hatte. Daraus wurde dann ein längeres Gespräch über Herkunft, Beruf, Reiseroute, Kinder, Zukunftspläne usw.

Die beiden australischen Rentner mit dem bei Ebay gekauften
alten Schlitten, sind jetzt fest im Hirn verankert und genau so
könnte ich mir mein Rentnerdasein auch vorstellen.
have a nice day
hhgc

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19

Donnerstag, 8. Dezember 2011, 23:40

Ich finde es immer wieder schön wenn Deutsche plötzlich flüstern oder gar nichts mehr sagen sobald andere Deutsche in der Nähe sind. Uns egal....
Wir haben letztens in Phoenix auch nette Deutsche kennengelernt und ein paar Tage mit ihnen verbracht. In der Moab Brewery waren auch schon nette Deutsche zu treffen....

Ich hab früher oft gehört, an Ampeln, aus Autos, einfach nur so: Like your shirt - wenn ich mal wieder extrem gebatikt war....

Ich hab zu dem Thema gerade einen Beitrag im Metalforum gefunden:
We germans are EVERYWERE! it's a curse!!
You can fly to the end of the world and even there you will hear somebody saying (sooner or later) "Sind Sie Deutscher?"
(2007 I was in a tiny village in New Zealand with a friend. She met a former classmate in a little hostel... and we were the only guests


Die Dame die das geschrieben hat fliegt übrigens am 19. Januar von TXL nach MIA. Falls die eine oder der andere Stammtischler auch an Bord sein wird....

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20

Samstag, 10. Dezember 2011, 02:42

Das mit dem glotzen fällt mir auch jedesmal besonders auf wenn ich in England bin. War ja die letzten 2 Tage wieder in London und dort kann jeder rumlaufen wie er will und keiner schaut...außer den Deutschen. :zwinker:
USA...where my heart belongs!