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Montag, 9. Juli 2007, 15:39

Mit Minetone auf Tour im Südwesten

Hallo Leute!
Ich bin wieder zurück und beginne meinen Reisebericht zeitversetzt. Viel Spaß dabei!

17. Juni 2007

Abflug in Stuttgart um 11 Uhr mit Delta nach Atlanta. Diesmal wurde ich im Gegensatz zu 2005 nur einmal durchgecheckt. Ich habe wieder mal einen Fensterplatz, unweit von mir nimmt jemand mit einem kleinen Dackel im Handgepäck platz – auch eine Mutter mit einem kleinen Kind. Gegen Ende der Reise machen sich beide mehrfach bemerkbar und einmal sogar im Kanon.
Angenehmer dagegen der Sitznachbar, ein HP-Mitarbeiter auf Geschäftsreise – schön, da konnten wir uns vergnügt unterhalten.
Durch das Canceln meines ursprünglich gebuchten Fluges habe ich nun in Atlanta mehr als 3 Stunden Aufenthalt. Davon wurde knapp eine Stunde für die Einwanderungsbehörde, das Weiterleiten des Gepäcks und die erneute Sicherheitskontrolle (mir könnte ja eine Brieftaube ein paar Explosive Dinge geliefert haben) aufgebraucht.
Den Rest der Zeit verschlage ich mit wilden Auf- und Ablaufen des Terminals A, einer Pizza und einem Softdrink.
Der Flug nach Santa Ana gestaltet sich entspannter als der vorige, weil der platz neben mir frei geblieben ist. Ein Teil verbringe ich schlafend – zweimal gibt es ein paar Snacks mit viel Plastikmüll – darunter die leckeren Sun-Chips.
In LA werde ich von John schon erwartet, meinem Freund, Anfang 50, sehr Outdoor-erfahren, mit weit reichenden geologischen Kenntnissen und Besitzer eines Soundstudios in LA.
Mit seinem neuen Toyota-Pickup holt er mich ab und wir gehen erst einmal Einkaufen und lecker Essen beim "Olive Garden" (italienische Restaurantkette in den USA – sehr zu empfehlen).
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Montag, 9. Juli 2007, 20:44

Welcome Home....
Lass kommen, den Bericht, ichz bin schon gespannt, was Minetone ist.....
Bist du der Rechte oder Linke auf dem Bild?

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3

Montag, 9. Juli 2007, 22:09

Zitat

Original von GambasAlAjillo
Bist du der Rechte oder Linke auf dem Bild?


Das habe ich mich auch schon gefragt... beide haben irgendwie keine Ähnlichkeit mit seinem Avatar :-)

Ich freue mich schon auf die Fortsetzung top17
Bei Stammtischtreffen dabei

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Dienstag, 10. Juli 2007, 07:52

Ich bin der größere! Und hier kommt auch die Lösung nach der Frage zu Minetone.

Jeden Tag ein Happen!

18.Juni 2007

Am nächsten Morgen beginnen wir die restlichen Dinge zu packen, darunter auch zwei Kühlboxen mit Eis, Lebensmitteln und Getränken, das ATV (All Terrain Vehicle) auf den Anhänger zu laden und festzuzurren. Gegen Mittag fahren wir los, mit Minetone, einem über 350 PS starken Jeep, Truck, oder wie auch immer, von Ford (F350), mit einem Anhänger, beladen mit einem ATV von Honda. Minetone (von John so genannt, in Anlehnung an Minotaurus) wird uns die nächsten 14 Tage sehr gute Dienste leisten und mit seiner unglaublichen Kraft wahre Meisterwerke vollbringen.
Da wir es leider nicht bis zu unserem ursprünglichen Ziel schaffen, übernachten wir erst einmal nahe der "Anvil Rock Road" zwischen Kingman und Seligman. Beim Entladen der Dinge für unser Camp fällt mir auf, dass John wirklich an alles gedacht hat und wir sehr viel Zeugs dabeihaben, u. a. z.B. viele Wassertanks, Holz, 3 Stühle (wir sind doch nur zu zweit).
Am Abend koche ich etwas auf dem Gaskocher von Coleman, der Firma in den USA, die wirklich fast alles für den Campingfreund herstellt. Die Eisboxen sind von Coleman, die Schlafsäcke, die Stühle, der Kocher, einige der Wassertanks usw.
Die Nacht bricht an, und wir machen unser erstes Campfire – es ist zwar trocken, aber Abends lässt der Wind im Südwesten immer nach, so versichert mir John. Die Nacht ist sternenklar und nach ein wenig Orangensaft mit Tequila und Beobachten des Sternenhimmels schläft jeder von uns auf einer Liege, gepolstert mit einer selbstaufblasenden Matratze in einem warmen Schlafsack. Der Kapuzenpulli, den ich dabei habe, leistet auch gute Dienste, denn obwohl es tagsüber recht heiß ist, wird es nachts doch kühl.
Am Kopfende der Liege stehen unsere Stühle auf die wir unsere Schuhe stellen, damit nachts nichts reinkriechen kann. John hat auch immer dort ein Messer parat, falls mal was passieren sollte... Angst vor Tierchen? Naja, hier wird doch nichts Gefährliches rumstreunen, schließlich kann man den Highway noch hören...
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Dienstag, 10. Juli 2007, 11:49

RE: Mit Minetone auf Tour im Südwesten

Hach, verdorrich, ich lese auch immer was ich will.
Ich dachte schon, hier ging's ums Essen.
Hmmmmm, lecker Minestrone top50

Aber mal ne andere Frage:
Wenn du der Große auf dem Foto bist, passt das natürlich
zu deinem Nick. Aber wer ist auf deinem Avatar zu sehen?
HangLoose

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Dienstag, 10. Juli 2007, 12:06

Soso, das ist halt so - auf dem Avatar, das bin auch ich, allerdings vor 13 Jahren, wo das Gewicht nur viel geringer war.... ;-)
Hab halt zu viel gegessen...

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Mittwoch, 11. Juli 2007, 09:51

19. Juni 2007

Die Nacht blieb ohne gravierende Ereignisse – John schnarcht wie ein Weltmeister und hält damit wohl jedes wilde Tier fern. Zum Glück habe ich gute Ohrenstöpsel dabei!
Am Morgen geht es zunächst nach Seligman, zum Tanken und Einkaufen. Hier erwerbe ich auch mal ein paar Postkarten. Briefmarken habe ich in LA schon gekauft – das Porto nach Deutschland beträgt 90ct, sowohl für Brief als auch für eine Postkarte.
Seligman selber liegt bekanntlich an der Route 66, ist aber ein ziemlich heruntergekommener Ort.
Weiter geht es auf der Route 66 Richtung Osten. Kurz bevor die Strasse die SantaFe-Eisenbahnlinie überquert, biegen wir links in die "Westwood Ranch Road" ab. Diese Staubstrasse verläuft zunächst parallel zur Bahnlinie und führt dann hinter den schon von Seligman aus sichtbaren Mt. Floyd (2270m hoch - siehe Foto). Hier hat sich John vor einigen Jahren ein ca. 80 acres großes Stück Land gekauft, wo er sich immer wieder mal zurückziehen kann. Noch hat er dort nichts gebaut, aber das soll alles noch kommen. Die Strasse zieht sich etwa 16 Meilen hin – manche Stellen sind extrem steil, doch Minetone meistert sie, und das noch im 2WD!
Nachdem wir uns einen Ort für das Camp ausgesucht haben, bauen wir es auf, Essen etwas zu Mittag und machen erst einmal Siesta – schließlich ist es sehr heiß. Die Gegend ist sehr trocken und vulkanisch, die schattenspendenden Bäume sind Hauptsächlich Junipers (Wacholder).
Am späten Nachmittag machen wir uns dann zu zweit mit dem ATV auf und erkunden die Gegend, Johns Land usw. John erklärt mir, dass westlich seines Grundstücks ein Stück Land ist, das den Indianern gehört. Sein Land wird außerdem von einem Flusslauf durchkreuzt (im Sommer ausgetrocknet), sowie von einem alten Siedlertrail.
Am Ende der Tour entdecke ich ein etwa 1,20 m langes Teilgeweih eines Elchs, das wir mitnehmen – leider finden wir kein zweites Teil, trotzdem beschließen wir, das Teil mitzunehmen – John will es meinem Vater schicken.
Durch die ATV-Tour bin ich total von rotem Staub bedeckt und darf dann gleich mal bei Sonnenuntergang die Campingdusche ausprobieren. Die tagsüber lästigen kleinen Fliegen, die hier und da auftauchen und nach Feuchtigkeit lechzen, verschwinden nach dem Sonnenuntergang restlos.
Am Abend machen wir wieder ein Feuer – am Eingang zur Staubstrasse stand ein Schild: "Fire Danger: Extreme – Use your head" - das ist symphatisch. Auf den heißen Kohlen grillt sich John einen Thunfisch und ich mache uns noch ein paar Grillkartoffeln und für mich ein paar vegetarische Würstchen, die ich mir vorher in einem amerikanischen Supermarkt in LA gekauft habe.
Rotwein hebt die Stimmung und mit ein wenig lauter Musik (u. a. ELOY) aus dem Autoradio schauen wir uns den Sternenhimmel an. Im Süden der Skorpion, der uns diese Nacht hoffentlich nicht seine Abgesandten auf Erden schickt. Sternschnuppen, die Milchstrasse, Satelliten und in der Dunkelheit glühende Augen am Rande unseres Camps.
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Donnerstag, 12. Juli 2007, 09:19

20. Juni 2007

Am Morgen machen wir eine kleine Wanderung den ausgetrockneten Flusslauf entlang nach Westen hinein in einen Canyon. John erzählt mir, dass er hier in der Gegend schon einige indianische Pfeilspitzen gefunden hat – mal aus Feuerstein, mal aus Obsidian. Wir hatten aber kein Glück, zumal der Boden dort stellenweise mit Obsidian-Bruchstücken übersät ist.
Unterwegs sehen wir viele Hasen in allen Größen und im Canyon treffen wir auf ein paar Squirrels. Die sind aber nicht so zahlreich und zutraulich, wie die, die man ab und an in den Nationalparks antrifft.
Auf Coyoten treffen wir nicht, aber es gibt sie hier, wie mir John versichert. Auch zeigt er mir ihre Kack-Gewohnheiten; sie sind nämlich wahre Kunstscheißer und machen manchmal ihr Häufchen ganz platziert auf einen Stein, oder gar direkt auf ein anderes Häufchen. Wir sehen einen Elch-Haufen, mit Coyote getoppt! Als es gegen Mittag zu heiß wird, machen wir uns auf den Rückweg und suchen dabei immer wieder den Schutz der schattenspendenden Bäume.
Nachmittags liegen wir faul im Schatten und halten Siesta. Abends macht jeder eine eigene ATV-Tour, da wird man nicht ganz so dreckig.
Abends gibt es u. a. wieder Grillkartoffeln und die Erkenntnis, dass Motten wohl Wein ganz gern haben.
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Freitag, 13. Juli 2007, 09:57

21. Juni 2007

John wird morgens von Telefonklingen geweckt und glaubt, dass jemand um unser Camp schleicht, um uns zu überfallen. Es war aber ein Vogel, der täuschend echt wie ein Klingeln eines Mobil-Telefons klingt. Nach dem Frühstück geht es wieder zurück in die Zivilisation – und unterwegs sehen wir noch an der Staubstrasse zwei verendete Kühe. Denen ist wohl die Hitze zu Kopf gestiegen. Die Aasgeier sitzen an der Eisenbahnlinie herum, anstatt sich um die Kühe zu kümmern. Die Dieselloks der Eisenbahn kann man übrigens auf Johns Land nachts hören.
Weiter geht es nach Flagstaff zum Einkaufen. John sucht ein paar Army-Schuhe und einen Kompressor zum Aufpumpen Reifen und noch ein paar neue Wassertanks, weil bei zwei von ihnen bei der holprigen Fahrt auf der Staubstrasse die Hähne zerbrochen sind. In jedem Geschäft ist man sehr hilfsbereit und erzählt uns, wo wir noch überall hingehen könnten, um das zu bekommen, was wir suchen. Mittags essen wir bei Del Taco, weil ich als Vegetarier dort immer etwas finde.
Wir fahren über die 89 nach Norden am Wupatki und den San Francisco Mountains vorbei. Die Berge haben im Gegensatz zu 2005 keinen Schnee mehr auf dem Gipfel. John erzählt mir, dass die letzten zwei Winter sehr trocken waren. Die kaputten Bäume auf den San Francisco Mountains rühren nicht von einem Feuer her, sondern von einer Käferplage.
Es wird immer heißer, fast unerträglich – wir machen zwei Stops an den Tankstellen, um uns mit kühlen Erfrischungen zu betanken, darunter den Arizona Ice Tea, der mich in den nächsten Tagen in der Geschmacksvariante Lemon oder Raspberry immer wieder erfrischen wird. Nur muss man den auch schnell trinken, denn sonst wird er warm.
Es geht auf die 160 nach Kayenta. Dort wollen wir das erste mal in einem Motel übernachten, doch das Hampton Inn ist ausgebucht und das Best Western hatte nur einen kleinen Parkplatz – also haben wir ein Zimmer im Holiday Inn genommen. Zimmerpreis 129 $ zuzüglich drei verschiedener Steuern (= 153 $)! Ganz schön teuer dieses Kaff. Den Swimmingpool konnten wir gar nicht nutzen, mussten wir doch etwas Wäsche waschen. Der Truck und der Anhänger musste vor der Rezeption geparkt werden und wurde von John dort gerade geparkt und abgeschlossen, als ein Indianer auf ihn zukam und etwas von seinem Auto erzählte, das in einer Garage auf der anderen Straßenseite sei und dass er leider nicht mehr genug Geld zum Auslösen habe. Der gutmütige John gab ihm 5 $. Der Indianer gab ihm im Gegenzug einen Schlüsselanhänger, den er wohl irgendwo gefunden oder geklaut hat. Er redete weiter auf John ein und faselte etwas davon, dass er das ATV haben möchte. Na prima. Eine ziemlich merkwürdige Gegend hier!
Die Dusche war lang und ausgiebig. Einmal einseifen reichte nicht aus, um den ganzen Dreck runterzubekommen.
Zum Abendessen gingen wir in das Hotelrestaurant. Nach einem Blick in die Speisekarte fragte ich den indianischen Kellner, ob man mir etwas anderes vegetarisches Bieten könnte als das Salatbüffet, doch der lehnte recht unfreundlich ab – obwohl das recht einfach gewesen wäre.

Heute ohne Bild, weil ich das daheim vergessen habe. Ich hole das aber beim nächsten Posting dann nach - am Wochenende habe ich aber keine Zeit - also gibt's den nächsten Teil erst Montag.

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Mittwoch, 18. Juli 2007, 07:39

Diese Woche habe ich sehr viel zu tun - internationales Meeting, deswegen hab ich Euch ganz vergessen - aber es scheint auch niemand die Fortsetzung meines Berichts vermisst zu haben...

22. Juni 2007

Nachdem wir wieder alles in den Truck geladen haben fuhren wir zu angrenzenden Tankstelle, die von streunenden Hunden belagert wurde. Zwei Polizeiwagen fuhren vor – offensichtlich hat sich im Laden der Tankstelle irgendetwas ereignet, aber wir wollten diesen Ort einfach nur verlassen. Also ging es weiter in Richtung Monument Valley und nach Mexican Hat, wo wir auf der Höhe des Hat auf eine Staubstrasse abgebogen sind um bis an den San Juan River heran zu fahren. Die Strasse führt auf die andere Seite des Hat und dort in z. T. steilen Serpentinen hinab zum River. Endlich etwas kühle Feuchtigkeit in dieser elenden Hitze!
Weiter ging es zu den Goosenecks, die ich nun schon das dritte Mal besuche, doch nie waren sie so schön und eindrucksvoll wie heute am späten Vormittag. Nach der Fahrt über den Moki Dugway sind wir in die Muley Point Road abgebogen. Die Strasse war trocken und gut befahrbar – aber ich kann mir vorstellen, wie sie aussieht, wenn sie mal nass ist. Wir fuhren bis zu einem schönen Aussichtspunkt über die Goosenecks, wo eine Bruchkante des Hochplateaus zu sehen ist, bei der riesige Quader ausbrechen. Gigantisch (siehe Bild).
Doch wir konnten nicht so lange verweilen, denn unser Ziel lag oberhalb von Natural Bridges. Auf dem Weg zu Natural Bridges biegt man in die Elk Ridge Road ab und fährt hinauf zwischen zwei markante Berge, genannt Bears Ears. Einen gigantischen Ausblick hat man von dort oben, und natürlich ist es viel besser temperiert dort. Die Hochebene ist wunderschön grün und wird von Kuhherden bevölkert. Wir fuhren immer weiter und in der Nähe des Hammond Canyon haben wir unser Camp auf einer schönen Lichtung aufgeschlagen, in ca. 8600 ft Höhe im Manti LaSal National Forest.
Ranger informierten uns, dass etwa 2 Meilen entfernt ein Camp von jugendlichen Straftätern sei (so wie bei dieser Sendung auf RTL). Also falls wir nachts Besuch bekommen würden... na prima. Da meint man, man sei irgendwo in der Pampa und dann so was..
Heute grillen wir Knoblauch mit Olivenöl und Rosmarin in Alufolie – und Zwiebeln ebenso. Dazu gibt es wieder Grillkartoffeln und lecker Wein.
Vom Canyonrand kand man weit in der Ferne die Lichter des Ortes Blanding sehen.
Später wird es empfindlich kalt, so dass wir eine zweite Jacke anziehen müssen, doch die Schlafsäcke sind wirklich gut. In der Dunkelheit sehen wir schemenhaft mehrere Wildtiere, die in der Nähe unseres Camps auf der Lichtung äsen.

23. Juni 2007

Morgens passieren die schweren Jungs und Mädchen unser Camp, und zwar ziemlich schwer bepackt. Ohne ein Wort, womöglich wurden sie zum Schweigen verpflichtet.
Heute stand erst einmal relaxen auf dem Programm - einfach faul im Halbschatten liegen und abhängen. Gegen Abend haben wir uns dann zusammen mit dem ATV auf den Weg gemacht, die Gooseberry Road weiter nach Norden zu fahren und zu erkunden. Vorbei an schönen Ausblicken, steilen Schluchten, durch wunderschöne Aspen-Wälder und vorbei an saftigen Wiesen. Aasgeier und Truthähne konnten wir sehen und auch einen Elch im Wald. Wir fuhren eta 16 Meilen weit bevor wir umdrehten und wir haben das ATV fast überlastet. Jedenfalls hatte es an den steilen Stellen recht viel zu tun.
Als wird abends zurückkamen hat mich John an unserem Camp abgesetzt um noch mal allein herumzukurven und ich wollte in Ruhe die Campingdusche noch bei Sonnenschein ausprobieren - doch da kam ein Besucher in Form eines jungen Mule-Deer dazwischen.
Abends kontrollierte John dann den Ölstand des ATV, und der war verschwindend gering, sodass er meinte, wir sollten es schnell mal in eine Werkstatt bringen.

Anmerkung: ich kann die Vorschau des ersten Bildes nicht sehen, die Stelle ich aber anklickbar und dann sieht man das Bild in voller Pracht.
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Donnerstag, 19. Juli 2007, 07:41

24. Juni 2007

Morgens sind wir dann aufgebrochen um auf der Gooseberry Road nun bis nach Blanding zu fahren. Das ist wirklich eine superschöne Strecke, manchmal sehr steil, aber machbar. Man fährt sozusagen u.a. durch Landschaften mit Ähnlichkeit zu Zion oder Bryce. Nach über 35 Meilen Dirtroad hatten wir dann auch genug und wahren froh in Blanding zu landen. Es war Sonntag - meine Frau wartete schon sehnsüchtig auf einen Anruf, doch in dieser Gegend hat man nur mit dem Triband-Handy Empfang.
Wir fuhren über die 95 wieder zurück zu Natural Bridges und dann dort vorbei den Bicentennial Highway über Glen Canyon Richtung Hanksville. Das war eine lohnenswerte Strecke, doch es war sehr heiß - Monolithen und Felsformationen jeglicher Art sind zu bewundern, und dann noch der schöne Ausblick am Glen Canyon.
Danach sind wir auf die 276 Richtung Bullfrog Bay, um von dort den Burr Trail nach Norden (Boulder) zu fahren. Die Strecke war in einem recht guten Zustand und ist so m.E. ohne weiteres mit einem normalen Fahrzeug zu bewältigen - ein großer Teil am Anfang und Ende war asphaltiert. Es gibt hier und da ein paar schöne Ausblicke, aber die Strecke ist sehr lang & dann teilweise nicht so interessant - außerdem war es echt ätzend heiß.
Da wir in Boulder nichts vernünftiges finden konnten, sind wir weiter nach Escalante gefahren, wo wir im Prospector’s Inn für 69$ ein Zimmer genommen haben (sehr freundliches Personal, Zimmer in Ordnung). Das angrenzende Restaurant hat amerikanisches Essen (mexikanisch) und auch vegetarische Sachen. Das Essen war ganz gut, aber nichts Besonderes. John ist nach dem Abendessen auf dem Zimmer sofort eingeschlafen (war ja auch ziemlich anstrengend heute) und ich habe noch ein paar Postkarten geschrieben.
Als ich mich dann im Dunkeln ins Bett legte, habe ich erst gedacht, ich würde halluzinieren: sah ich doch, wie die Auflage des Bettes unter mir zu leuchten begann. Was ist das denn? Haben die Amis jetzt leuchtende Betten? Dann wurde mir klar, dass durch die trockene Luft und die Reibung sich mein Bett statisch aufgeladen hatte und ich dies nun, immer wenn ich mich bewegte, sehen konnte. Wahnsinn.
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Montag, 23. Juli 2007, 08:23

Nachtrag: Burr Trail
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Montag, 23. Juli 2007, 08:31

25.Juni 2007

Das Frühstück im selben Restaurant wie abends zuvor wurde von schlechtem Service begleitet (anderes Personal). Danach sind wir zu den Moqui Marbles gefahren. Ich habe eine Beschreibung im Internet gefunden, die gut passte und mittels GPS-Daten uns zu dem heiligen Ort geführt hat. Man kann den Platz auch ohne GPS finden, aber mit fühlt man sich sicherer. Die Jeepspur, die dorthin führt, macht ein paar Umwege, führt aber schon vorher an ein paar Marbles-Plätzen vorbei, wo man auch noch einige der Kugeln im Felsen (Sandstein) sehen kann. Der Höhepunkt ist aber dann wirklich der eigentliche Moki Hill, wo sich tausende dieser Kugeln befinden. Die Hitze wurde fast unerträglich und beim Rückweg haben wir immer wieder den Schatten gesucht. Weit und breit war übrigens niemand zu sehen - und bei der Abzweigung vom Highway steht nur auf einem kleinen Schild ‚No collecting’. Die Dirtroad zum Ausgangspunkt des Weges war OK, die Wanderung an sich dauerte hin und zurück ca. 2h.
Anschließend sind wir zum Calf Creek Canyon, haben aber aufgrund der immensen Mittagshitze auf einen Hike zum Wasserfall verzichtet und uns stattdessen in der Campingplatz-Area für 2$ Parkgebühr in der Hitze im Fluss vergnügt. Den Campingplatz kann man empfehlen, es gibt schöne Plätze am Wasser, doch hoch oben führt die Strasse entlang und irgendjemand erzählte uns, dass vor Kurzem dort ein Motorradfahrer hinunterstürzte und dabei ums Leben kam.
John ist beim waten durch den Fluss einmal richtig hingefallen und stieß sich das Handgelenk und den Ellbogen. Ich hatte die Möglichkeit ein paar Libellen zu fotografieren, doch die Wasserschlange war zu schnell für mich.
Am späten Nachmittag sind wir dann wieder nach Escalante, um ein wenig einzukaufen und danach Richtung Devil’s Garden, in der Hoffnung dort Campen zu können - das ist dort aber nicht erlaubt, denn es ist nur eine Day-use-area.
Nach fantastischen Bildern und Eindrücken in der Abendsonne ging es mit 45mph auf der Waschbrettpiste zurück auf den Highway Richtung Cannonville, wo wir kurz nach Escalante rechts abgebogen sind - ab in die Wildnis. Dort haben wir einen unserer besten Übernachtungsplätze gefunden - direkt an einem Bach und überraschenderweise ohne Moskitos, aber dafür mit aufdringlichen Käfern, die die Farbe Gelb sehr lieben.
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Dienstag, 24. Juli 2007, 08:12

Wir haben jede Nacht wild gecampt, außer die Nächte in den Motels. John hat sich mit einem griffbereitem Messer bewaffnet und das wars...

26.Juni 2007

Nachdem wir uns nur mit Mühen von unserem schönen Übernachtungsplatz verabschieden konnten, hatten wir erst einmal glühende Bremsen, weil John vergessen hatte die Handbremse zu lösen - und zu allem Überfluss verschwand der Brandgeruch auf der Fahrt Richtung Cannonville nicht. Ich bemerkte dann zum Glück, dass an dem Geruch der 12V zu 110V-Trafo schuld war, den John nutzte, um seine Kamera aufzuladen. Prima - das Teil kaputt und damit auch der 110V- Kompressor nicht mehr nutzbar.
Wir wollten heute die Cottonwood-Canyon-Road fahren. Der Anfang der Dirtroad war echt grauenvoll, die schlechteste Strasse bisher: Waschbrett, tiefe Löcher und letztendlich konnten wir froh sein, dass wir die Strasse von Nord nach Süd gefahren sind, weil einige der größten Löcher bergab auftraten.
Der Grosvenor Arch wurde in 10 min abgefertigt.
Der Cottonwood Creek hatte hier und da auch etwas Wasser. Da die Strasse entlang einer Stromleitung verläuft und auch darum überhaupt existiert, waren die schönen Blicke hier und dort mal von der Stromleitung versperrt - trotzdem war es megainteressant an dieser geologischen Besonderheit entlangzufahren. Unterwegs gibt es wirklich gigantische Ausblicke und auch schöne wilde Campsites am Fluss.
Am Ende wollte die Strecke nicht mehr enden und wir haben für etwa 38 Meilen Dirtroad etwa 3,5 h gebraucht, kein Zuckerschlecken für den Fahrer. Die ersten 8 Meilen waren dabei die Schlimmsten.
Danach sind wir noch zu den Toadstool Hoodos gefahren, die nur ich erwandert habe - John war von der Dirtroad ziemlich kaputt. Der Hike zu den Toadstools war aber m.E. etwas länger als die angegebenen 0.6 mi. Es geht zum Teil durch tiefen Sand und etwas bergauf - und bei der Hitze musste ich ganz schön hecheln.
Danach ging es nach Page und wir haben zwei Nächte im Best Western Arizona Inn für 109$/Nacht genommen - mit Pool und Aussicht auf den Staudamm.
Abends folgten wir einer Anzeige in der Hotelinfo und sind zum Bella Napoli, 810 North Navajo Drive. Da gab es echt ein sehr leckeres italienisches Essen! Hauptgerichte 12-20$.
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Dienstag, 24. Juli 2007, 08:19

Noch zwei Bilder - eins von der Cottonwood Canyon Road mit einem Stromkabel, wo man die merkwürdigen Hügel sehen kann, die es dort bei einer Passage gibt - und eins von den Toadstool-Hoodos.
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Mittwoch, 25. Juli 2007, 08:00

27. Juni 2007

Heute sollte der große Tag sein. 5.30 Uhr aufstehen - continental breakfast - ab auf die 89 und dann auf die House Rock Valley Road nach Süden. Die Dirtroad war OK, aber im Nordteil in einem viel schlechteren Zustand als im Südteil nahe der 89a.
Als wir dann beim Lone Tree Reservoir ankamen (kein Schild), wollten wir zum Paw Hole fahren, von wo wir losmarschieren sollten, doch dann gab es Schwierigkeiten: Die Sandspur wurde immer tiefer und Minetone war einfach zu schwer beladen. John blieb stehen, um die Strecke zu inspizieren. Ohne funktionierenden Kompressor war nicht an ein Durchkommen zu denken. Ursprünglich wollten wir ja mit dem ATV weiterfahren, aber das wartete vordem Hotel auf den Service. Wir beschlossen erst einmal umzudrehen, doch wie?
Ich ermutigte John einfach ein Stück rückwärts den Hang hinab zu fahren und einer Stelle zu wenden, bei der etwas Felsen unter dem Sand zu sehen war. Das machter er dann auch, und zwar schnell und mit Schwung - ohne Schwung wären wir wohl festgesessen.
Wieder zurück am Lone Tree Reservoir, es war schon 9.30 Uhr (2 h Fahrt von Page aus!), schauten wir auf das GPS. 4,5 mi Luftlinie zum Weird Rock in den Coyote Butte South - und das bergauf - und heiß war es auch schon. Das sind zu Fuß sicher mindestens 6 Meilen - bei der Hitze und bergauf mindestens 3-3.5h zu Wandern - und das auch zurück. Kurzum, wir haben es sein lassen.
Als wir dann Lone Tree Reservoir verließen, kam uns ein ATV entgegen - genau das ist es, das nächste Mal mit dem ATV!
Wir sind dann Richtung Süden zur 89a gefahren und an den Vermillion Cliffs vorbei (bei Marble Canyon gibt es ein paar Mushroom-Rocks und ein paar Indianerhütten), dann zur Navajo Bridge. Eigentlich wollten wir ja auch zu Lee’s Ferry, doch die 15$ Eintritt dafür wollten wir nicht berappen.
Auf dem Rückweg nach Page haben wir dann die Gelegenheit genutzt den Horseshoe Bend zu besuchen. Ich kann jedem nur empfehlen die 1,5 km dorthin zu latschen - ein grandioser Ausblick - und um 13 Uhr auch eine gute Zeit.
Nun war es so, dass John mal gerne im bayrischen Dialekt vor sich hinredet. Also sagte er: Ja moi, schee isch’s. Und prompt bekam er Antwort: Ja, servus. Schee isch’s, genau!
Wir haben das Lachen echt kaum noch unterdrücken können.
In Page haben wir dann nachmittags bei Safeway eingekauft, wo es gutes Brot zu kaufen gibt. Dann ging es noch in den Pool und abends zu einem Aussichtspunkt über der Wahweap Bay.
Dem Italiener statteten wir erneut einen Besuch ab, und erneut muss ich ihn loben, vor allem für das Tiramisu.

Hier noch ein Bild vom Horseshoe Bend und aus unserem Hotelzimmer heraus...
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Donnerstag, 26. Juli 2007, 08:09

28. Juni 2007

Heute hat John erst einmal sein ATV zur Inspektion gebracht (Ölwechsel etc. - zum Glück war sonst alles i.O.) Dann sind wir nach Cedar Breaks aufgebrochen. Unterwegs haben wir einen Abstecher nach Alton Amphitheater gemacht, was uns aber nicht so gefallen hat - dort waren zwar schöne Seen, aber zu viel Privatbesitz.
Auf dem Weg nach Cedar Breaks sind wir über den Mammoth Creek gefahren, vorbei an einer Lavahöhle, die versteckt im Wald liegt, aber den Abstecher nicht wirklich wert ist. Die Landschaft war ganz anders als zur exakt gleichen Zeit vor zwei Jahren - damals blühten Ende Juni noch viele Blumen.
In der Nähe von Cedar Breaks war dann ein großer Teil des Waldes tot - laut John von irgendwelchen Käfern verursacht. Es sah extrem unschön aus, und zudem wurde es auf der Höhe richtig bitterkalt (kein Wunder dass vor zwei Jahren noch alles wegen Schnee gesperrt war).
Da es uns hier nicht gefiel, sind wir ohne Eintritt zu zahlen nach Cedar City weiter und nahmen uns dort ein Motel - Best Western 109$/Nacht mit Pool. Gegenüber ist ein Grocery Store mit Öffnungszeiten von 6 am bis 12 pm - da holten wir dann noch Tostitos Scoops mit Käsedip (eine unserer Standardknabbereien auf dem Trip). Abends waren wir beim Chinesen quer gegenüber für 9$ all you can eat.

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Donnerstag, 26. Juli 2007, 08:17

29. Juni 2007

Heute machten wir uns auf den Weg zum Grand Canyon North Rim (Kaibab National Forest) und fanden dort nach dem 10 mi langen Waldbrandgebiet auch gleich einen guten Platz zum wild campen. Ich wäre gerne noch etwas weiter gefahren, doch der Weg durch den Wald war ziemlich schwer zu befahren, und zum Teil von umgestürzten Bäumen versperrt. Also haben wir das Teilstück erst einmal einzeln mit dem ATV erkundet - weiter unten gab es eine schöne große Lichtung, bei der man sich bildlich vorstellen konnte, wie sie spätabends von zahlreichen Tieren bevölkert ist. Da wollte ich eigentlich hin, aber John wollte es nicht riskieren.
Also schlugen wir unser Camp auf, und wurden von tausenden Fliegen heimgesucht. Die Fliegen bevorzugten erst einmal alles Feuchte und dann auch noch die Farbe weiß, wie z.B. die Deckel unserer Eisboxen. Gegen später entdeckten wir dann noch, dass es außer der Fliegenplage in der Nacht eine Mottenplage über uns herfallen wird. Die Aspen waren total zerfressen, überall gab es Cocons - offensichtlich gibt es in dieser Gegend nach dem großen Waldbrand zu wenig Feinde für diese Viecher - ich sah kaum Spinnenweben und auch die Vögel waren nur vereinzelt zu hören.
Tagsüber Fliegen, nachts Motten und zu allem Überfluss auch noch Frost. Lagerfeuer verboten, ob wohl ich mir bei besten Willen nicht vorstellen konnte, was an der grünen Wiese so brennen soll…
Getröstet wurden wir abends von einer geilen sehr hellen Sternschnuppe und morgens heulten die Kojoten ganz nah an unserem Camp. Aber da waren unsere Schlafsäcke schon geforen.

--> Heute gibt es gleich zwei Tage, denn ab morgen bin ich ein paar Tage in einem Kurzurlaub.
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19

Donnerstag, 26. Juli 2007, 12:09

Hier noch die Motten.
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20

Donnerstag, 26. Juli 2007, 13:13

das Gute: es befanden sich nie seltsame Tiere in unseren Schlafsäcken - und gefroren habe ich auch nie - außer außerhalb des Schlafsacks, wenn man kein Feuer anmachen durfte.

Das mit dem Feuer hat viel mehr genervt - zumal wir in viel trockeneren Gegenden waren, wo wir immer Feuer gemacht haben, weil nicht verboten - und es ist nie auch nur das geringste passiert.