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101

Sonntag, 13. November 2011, 22:19

Das sind wunderschöne Aufnahmen !! :daumen

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102

Sonntag, 13. November 2011, 22:22

Zitat

Original von Snoop
Das sind wunderschöne Aufnahmen !! :daumen:


Danke! Ich war nicht so zufrieden, da die Fotos alle so blass wirken, nicht annähernd geben sie die tollen Farben wieder...

LG
Andrea
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103

Sonntag, 13. November 2011, 22:42

Super schöne Bilder! :daumen:
Diese Bett hätte ich gerne gesehen :


Zitat

Original von AndreaR

Dafür ist leider das Bett nur minimal größer als das Schlafzimmer,.



:D

LG wiebke
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104

Sonntag, 13. November 2011, 22:49

Zitat

Original von taliesin
Super schöne Bilder! :daumen:
Diese Bett hätte ich gerne gesehen :


Zitat

Original von AndreaR

Dafür ist leider das Bett nur minimal größer als das Schlafzimmer,.



:D

LG wiebke


... Jetzt musste ich das doch 3x lesen, bevor ich es verstanden habe :totlach:

Natürlich umgekehrt :zwinker:



LG
Andrea
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nirschi

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105

Montag, 14. November 2011, 09:45

Hi Andrea,

wie versprochen, unsere Unternehmungen Bend:
1 Tag Bend, Smith Rock Sp und Tumolo SP, 1 Tag McKenzie Pass -Santian Pass- Scott Lake -Proxy-Koosha-Sahali Falls-Clear Lake, 1 Tag Wanderung Jack Lake, Wasco Lake, 1 Tag High Desert Museum-Little Crater Lake-Paulina Lake- Paulina Peak-Paulina Falls-Obsidian Flow Trail-Newsbwerry, 1 Tag Mt. Bachelor.
Es gibt dort noch so viele Ziel, man könnte 3 Wochen dort verbringen.

Gruss
nirschi
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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »nirschi« (14. November 2011, 09:48)


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106

Montag, 14. November 2011, 12:32

Zitat

Original von nirschi
Hi Andrea,

wie versprochen, unsere Unternehmungen Bend:
1 Tag Bend, Smith Rock Sp und Tumolo SP, 1 Tag McKenzie Pass -Santian Pass- Scott Lake -Proxy-Koosha-Sahali Falls-Clear Lake, 1 Tag Wanderung Jack Lake, Wasco Lake, 1 Tag High Desert Museum-Little Crater Lake-Paulina Lake- Paulina Peak-Paulina Falls-Obsidian Flow Trail-Newsbwerry, 1 Tag Mt. Bachelor.
Es gibt dort noch so viele Ziel, man könnte 3 Wochen dort verbringen.

Gruss
nirschi


Danke, alles notiert! Einiges davon hatten wir auch auf der Wunschliste, aber wir fahren dort bestimmt noch mal hin.

Ja, so ein paar Tage mehr hätte ich auch gebrauchen können :zwinker:

LG
Andrea
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107

Montag, 14. November 2011, 19:51

Donnerstag, 04.08.2011
Mount St. Helens


Wir frühstücken in unserem Cabin. Wohlweislich, dass es hier nur wenige Möglichkeiten gibt, was Essbares zu bekommen, haben wir uns schon am Vortag auf dem Weg von Portland im Supermarkt gut eingedeckt.

Das Wetter ist so naja, es sind ziemlich viele Wolken am Himmel, aber wir lassen uns die Laune nicht verderben. Hauptsache, es regnet nicht.

Heute geht es wieder auf der 504 – dem Spirit Lake Highway – nach Osten.



Vorbei am gestern schon besuchten Hoffstadt Bluff Visitor Center ist unser erster Stopp heute das Forest Learning Center. Auch hier ist die Ausstellung sehr schön, ob es aber wirklich 4 Visitor Center auf EINER Straße geben muss???

Auf der Weiterfahrt zum letzten Punkt, dem Johnston Ridge Observatory wird das Wetter immer besser.



Tolle Blumen blühen dort am Wegesrand.



Und der Blick auf den Berg ist unbeschreiblich.



Eigentlich wollten wir uns den Film ansehen, aber es gibt irgendwelche technischen Probleme, wodurch das leider nicht möglich ist. Egal – das Wetter ist eh zu schön, um drinnen zu sein.

Wir erkundigen uns beim Ranger nach einer Wanderempfehlung und entschließen uns für den Boundary/Truman Trail, der gleich am Visitor Center startet.

Auch hier ist das Phänomen das selbe; an der Aussichtsplattform am Visitor Center sind Unmengen von Leuten, auf dem Trail treffen wir den Rest des Tages noch insgesamt 5.

Der Trail ist wunderschön und macht viel Spaß.



Wir haben tolle Ausblicke auf die Devastated Area und kommen vorbei an wunderbar bunten Feldern von Wildblumen – das Vulkangestein ist unglaublich fruchtbar.















Es ist wahnsinnig ruhig, wir sind fast die ganze Wanderung alleine und genießen den Weg und die Natur in vollen Zügen.







Darüber dieser blaue Himmel, die weite Sicht – ich fühle mich so, als hätte ich schon ewig lang nicht mehr so durchatmen können.





Und dann liegt er vor uns, der Spirit Lake; im Hintergrund wieder Mount Adams.







Ich bin Euch ja noch eine Geschichte zum Spirit Lake schuldig:

Am Spirit Lake gab es vor dem Ausbruch 1980 eine Lodge, deren Besitzer hieß Harry R Truman. Die Lodge befand sich am Südende des Sees und lag somit in der Gefahrenzone vor dem Ausbruch. Aber Harry war stur und weigerte sich, seine Lodge zu verlassen. „Ich habe mein gesamtes Leben an diesem Berg verbracht und werde jetzt nicht verschwinden“, so sein letztes Interview. „Mir wird schon nichts passieren“.

Leider sollte er nicht Recht behalten. Als am 18.05.1980 um 8:31 der Vulkan ausbrach, fegte ein pyroklastischer Strom mit barbarischer Gewalt über den Spirit Lake und begrub Harry und seine Lodge unter 46m tiefen Vulkantrümmern. Der Bergrutsch ließ den See überschwappen; bis zu 180m hohe Wellen hat es gegeben. Anschließend strömte das Wasser wieder zurück in den See und riss tausende von Bäumen mit sich, die noch heute als tote Baumstämme auf dem See treiben. Der Seeboden lag danach um ca. 60m höher als vorher und sah nun ganz anders aus.

Auf Harry trifft man hier überall, er ist so was wie der Held des Ausbruchs. Der Truman Trail und Harry´s Ridge sind nach ihm benannt. Mit Harry starben wohl auch seine 16 Katzen, die mit ihm gelebt haben und für ihn seine Familie bedeuteten.

Vorbei geht es an unzähligen kleinen, unbenannten Seen und vielen bunten Blumen.















Hier machen wir ein Picknick und genießen den Blick auf den Vulkan.



Immer wieder der Spirit Lake



Leider müssen wir kurz danach umdrehen. Wir haben den Weg und die Länge doch unterschätzt; dazu kommt, dass wir ja noch 50 Meilen wieder zurückfahren müssen bis zu unserem Cabin, so dass wir uns schweren Herzens auf den Rückweg machen. Übrigens gibt es hier auch keinen Zugang bis direkt an den Spirit Lake; es gibt nur einen einzigen Weg bis an den See und der ist auf der Ostseite des Mount St. Helens.

Mal wieder ein Blick auf den Lava Dome.









Auf dem Rückweg halten wir noch am Coldwater Lake, den haben wir ja gestern schon von oben aus dem Helikopter gesehen.

Dieser See ist erst durch den Vulkanausbruch entstanden. Wasser wurde hinter einem natürlich Damm aufgehalten und hat diesen See geformt.

Wir laufen den kurzen Birth of a Lake Trail und sind wieder einmal schlicht hin und weg.

Auf dem Parkplatz stand noch ein Auto, aber wir sehen weit und breit keine Menschenseele.

















Auf der Rückfahrt zu unserem Cabin halten wir noch ein letztes Mal an einem Viewpoint.



Ich kann mich nur schwer lösen und will gar nicht mehr weg hier; der eigenartige Zauber, die Einsamkeit, der blaue Himmel über einer schier endlos scheinenden Szenerie hat mich total gefangen. Gut und gerne könnten wir noch eine Woche bleiben, aber leider heißt es morgen aufbrechen Richtung Mount Rainier. Wir sind uns jedoch schon jetzt ziemlich sicher, dass das hier nur noch schwer zu toppen sein wird.

Heute Abend kochen wir selbst; dies stellt sich aber als sehr schwierig raus. Die Küche in unserem Cabin ist gut ausgestattet, allerdings geht sofort, als das Nudelwasser kocht, der Feuermelder an und es dauert geraume Zeit, bis der endlich wieder ausgeht. Ich befürchte schon, den gesamten Campground geweckt zu haben, aber niemand scheint Interesse zu zeigen. Na toll, und dank der offenen Fenster und Türen haben wir jetzt die Hütte voller Mücken – aber die da ja nur Rainer stechen und mich eher weniger, soll mir das egal sein :zungeraus:

Fazit: Toll, toller, am tollsten! Was für eine gute Idee, hier 3 Nächte zu bleiben – und das ist auch noch viel zu kurz. Der Wetland Heaven Trail am Silver Lake, der Hubrauberrundflug, dazu die unglaublichen Farben in der Devastated Area, die bunten Blumenfelder, der Vulkan, der Spirit Lake und der Coldwater Lake, wir sind angefüllt mit so vielen Bildern, dass uns die Worte fehlen, das auszudrücken, was wir hier empfunden haben.

Übernachtung: Cabin im Silver Lake Resort

Gefahrene Meilen: 98

Gelaufene Meilen: 11
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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »AndreaR« (14. November 2011, 19:52)


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Ingrid

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Dienstag, 15. November 2011, 18:56

Wow...wunderschön...ein Bilderbuchwetter, die Wildblumen, Seen...einfach klasse :daumen:

Danke auch für die Geschichte zum Spirit Lake :nicken:

Tja...mit den Rauchmeldern hab ich auch so meine Erfahrungen gemacht... einfach die Batterie herausnehmen :zwinker:

LG Ingrid
Humor ist der Knopf der verhindert, dass mir der Kragen platzt.

Buff

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Dienstag, 15. November 2011, 19:55

Sehr schöne Fotos, danke! :daumen: :daumen:

Vulkane sind schon gefährliche Biester! :zwinker:

Ich lese übrigens gerade das Buch von Bill Bryson "Eine kurze Geschichte von fast allem", in dem unter anderem auch Vulkanismus behandelt wird.
Wenn der Super-Vulkan unter dem Yellowstone ausbricht, könnte z.B. Manhatten von einer 30 Meter hohen Ascheschicht bedeckt werden.
Das Buch ist sehr empfehlenswert.

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Dienstag, 15. November 2011, 20:02

Lese begeistert mit und habe ein weiteres "möchte ich sehen Ziel" auf meiner Liste :99:

Gruß
nic

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Dienstag, 15. November 2011, 20:53

Zitat

Original von Buff
Wenn der Super-Vulkan unter dem Yellowstone ausbricht, könnte z.B. Manhatten von einer 30 Meter hohen Ascheschicht bedeckt werden.


Das wird dann glaubich das geringste Problem sein - es wird wohl eher so sein dass die Dinosaurier mal wieder aussterben.....

Eine wunderbare bunte Geschichte ......

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Dienstag, 15. November 2011, 21:55

Toller Bericht, aus dem so richtig Eure Begeisterung herauszulesen ist. Schön finde ich auch, dass Ihr Euch Zeit genommen habt, Euch dem Berg aus mehreren Perspektiven zu nähern: Erst aus der Luft, dann zu Fuß - klasse! :daumen:

Es gibt eine fantastische Doku darüber wie Flora und Fauna das zerstörte Gebiet wieder erobert haben. Wird ab und an in den Dritten oder bei Phoenix wiederholt. Musst mal Ausschau danach halten.

113

Mittwoch, 16. November 2011, 05:53

Zitat

Original von Buff
Wenn der Super-Vulkan unter dem Yellowstone ausbricht, könnte z.B. Manhatten von einer 30 Meter hohen Ascheschicht bedeckt werden.

Der Ausbruch ist ja längst überfällig. Und WENN der ausbricht haben wir alle was davon, das komplette Weltklima wird sich dahingehend verändern das keine ausreichende Sonnenstrahlung mehr die Erdoberfläche erreicht wegen dem ganzen Scheiss in der Luft die der ausbruch dahin befördert hat - eine Eiszeit droht. Man muss also schnell nochmal hin zum gelben Stein, bevor er weg ist :nicken: Was in Manhattan passiert dürfte da zweitranging sein, die Börsen brechen eh überall zusammen ...

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114

Mittwoch, 16. November 2011, 07:14

Wow, was für ein Bericht und tolle Bilder. :daumen: :daumen: :daumen:
Danke für deine Mühe. :gott:
Bei vielen Stammtischtreffen dabei :rolleyes:

nirschi

Wandern in USA

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115

Mittwoch, 16. November 2011, 10:30

Super Bilder! :daumen: Da werden Erinnerungen wach. :cry:

Gruss
nirschi
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Kalle

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116

Mittwoch, 16. November 2011, 11:11

Toller Bericht und Bilder :daumen:
Bei[img] http://www.usa-stammtisch.de/bilder/nummer/31.gif[/img] Stammtischtreffen dabei

Zum Arbeiten zu alt,
zum Sterben zu jung,
zum Reisen topfitt ...

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117

Mittwoch, 16. November 2011, 13:23

Zitat

bis zu 180m hohe Wellen hat es gegeben


...wow, 180 m ...die Story von Harry kenne ich...habe mich damals vor der Fahrt in dieser Gegend mit solchen Infos belesen. Wenn man dann dort ist, sieht man einiges mit anderen Augen.

Übrigens haben wir auch schon Erfahrungen mit dem Feuermelder gemacht...halb Lake Louise wach gemacht...Feuerwehr und gesamte Hotelmanschaft waren dann in unserem Zimmer...so ist das, wenn man übermütig Holz in den Kamin wirft und sich freut, daß es so wunderbar lodert :totlach:

Ansonsten liest sich der Bericht :daumen:

muhtsch

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118

Mittwoch, 16. November 2011, 17:01

Wow,danke für den tollen Bericht und den schönen Bildern dazu. :daumen:

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119

Mittwoch, 16. November 2011, 22:04

Danke für Eure Feedbacks :kuss:

Bunt war es wirklich, die Blumen, die Felsen, einfach alles!

Die Geschichten drumherum sind es auch, die für mich solche Dinge zu was Besonderem machen. So werde ich Harry Truman sicher nie vergessen :zwinker:

Ja, das mit dem Yellowstone habe ich kürzlich noch im TV gesehen. Dann haben wir wirklich andere Probleme. Ich hoffe nur, dass das erst nach 2013 passiert, da wir dann erst noch mal hin wollen. :totlach:

... Ein Tag und eine andere Perspektive vom Berg bleiben übrigens noch übrig :zwinker:...

Auf den Bericht muss ich mal achten, das ist bestimmt interessant.

_________________________________________________________

Freitag, 05.08.2011
Mount St. Helens – Mount Rainier


Und wieder einmal heißt es Abschied nehmen :cry:– Was einerseits der Vorteil bei Rundreisen ist, ist andererseits, so wie jetzt hier, ein Nachteil. Wir wollen nicht weg; es gibt noch so viele Trails zu laufen und noch so Vieles zu entdecken, und wir würden so gerne noch ein paar Tage bleiben, auch wenn das Cabin mehr als gewöhnungsbedürftig ist.

Aber es hilft nichts; ab heute Abend ist die Paradise Lodge am Mount Rainier gebucht und die Fahrt dahin ist lang.

Ein kleines Highlight haben wir aber heute noch eingeplant. Wir haben beschlossen, die Anfahrt zu verlängern und wollen über die I5 zurück nach Woodland und von dort über die 503 nach Osten, um dann doch noch der Windy Ridge einen Kurzbesuch abzustatten. Nun wollen wir auch noch eine Perspektive von Mount St. Helens, nämlich die Ostseite.

Ein Blick aus dem Fenster zeigt Nebel und Regen – selbst den direkt vor dem Fenster liegenden Silver Lake kann man kaum noch sehen.

Über Woodland und einem kurzen Stopp beim Starbucks – ich war ja schon fast auf Entzug; so wenig Starbucks Latte hatte ich noch auf keiner USA-Reise – fahren wir auf der 503 vorbei am Yale und Swift Reservoir und statten als erstes der Ape Cave einen Besuch ab. Eine Höhle ist doch bei Regen genau das richtige.

Erst holen wir noch den Stempel im Visitor Center und machen uns dann mit unseren Headlights auf in die Höhle.





Es ist die Hölle los; unzählige Menschenmassen drängen sich in der Höhle, so dass uns bald die Lust vergeht.

OK, es regnet. Der Mensch ist von Natur aus wasserscheu, also beschließen wir, doch einen Trail im Regen zu laufen, den Trail of 2 Forests. Und es bestätigt sich; außer uns ist nur noch eine Familie mit ihren 2 Töchtern unterwegs. Na bitte! Somit haben wir auch die Regenjacken nicht umsonst eingepackt.





Trail of 2 Forests heißt es übrigens, weil hier ein alter auf einen neuen Wald trifft.



Überall findet man Löcher im Boden. Hier haben früher Bäume gestanden, die durch vulkanische Aktivität verbrannt sind. Zuerst blieb nur Holzkohle übrig, die im Laufe der Zeit zerfallen ist, so dass jetzt nur noch diese Löcher da sind.

Wenn man mag, kann man sogar durch einige durch krabbeln.



Ne, beim besten Willen nicht! Mal ganz abgesehen, dass man hinterher aussieht wie eine Sau; allein der Gedanke, ich bleibe da drin stecken und bekomme unter der Erde eine Panikattacke… Vielen Dank, ich verzichte! Aber auch mein Mann, der als ehemaliger Bergwerkler (er hat den Plauener Bergwerksverein mit gegründet und damals das Alaunbergwerk mit ausgebuddelt) eigentlich mit engen Gängen vertraut ist, kneift hier nach einem Blick in den Gang.



Man geht erst diese Leiter runter und von unten geht es dann quer im Kriechgang, bis man dann wie auf dem vorletzten Foto aus einem anderen Loch wieder nach oben kriecht.

Wir laufen den Trail weiter



und sind bald schon wieder am Auto. Gehört auch eher in die Kategorie: „Kann, aber muss man nicht gesehen haben.“

Weiter geht´s Richtung Hurricane Ridge. Und siehe da, das Wetter wird besser.



Ist manchmal schon komisch. Vor einer Stunde sah es noch so aus wie oft bei uns zu Hause: grau in grau. Und nun wieder blauer Himmel – super!

Wir fahren mitten durch die Blast Zone; die umgeknickten Bäume hat man so liegen gelassen, wie sie damals lagen.







Und am Harmony Viewpoint haben wir wieder einen Blick auf den Spirit Lake. Man kann hier am rechten Ufer deutlich die schwimmenden Baumstämme erkennen.









Hier entdecken wir dann, dass man wirklich bis an den See runter kann. Wir beschließen jedoch, erst auf die Ridge zu fahren und dann nachher den Trail zu laufen, schwerer Fehler, wie sich später herausstellen wird.

An der Ridge geht es über eine Sand Ladder 368 Stufen hoch bis zum Aussichtspunkt.



Von oben hat man mal wieder einen tollen Ausblick auf Mount Adams.



Spirit Lake von hier oben.





und der Blick von der anderen Seite auf den Lava Dome



Ein weiterer See am Fuße des Berges



Der Blick vom Viewpoint bis runter auf den Parkplatz.



Hier kann man noch mal gut die Sand Ladder erkennen.



Leider stellen wir mit Entsetzen fest, dass der Nachmittag schon weit fortgeschritten ist. Wir haben noch eine ganze Ecke an Meilen vor uns bis zum Mount Rainier und entschließen uns somit schweren Herzens, nicht mehr bis zum Spirit Lake zu laufen, sondern uns vernünftigerweise auf den Weg zu machen. Dumm gelaufen :cry:; hätten wir doch lieber diesen Trail genommen und die Sand Ladder geknickt. Aber nun ist es zu spät.

Es ist noch ein ganz schöner Weg bis zum Mount Rainier. Vorbei an Wasserfällen



wird es zunehmend immer dunkler. Das alleine wäre ja kein Problem, wenn nicht mit zunehmender Höhe auch noch der Nebel immer dichter würde. Zum Schluss ist es so schlimm, dass wir kaum noch 5m weit gucken können. Wir tasten uns langsam bis auf den Parkplatz und sind heilfroh, dass wir ohne Unfall angekommen sind. Der Parkplatz ist proppenvoll, wir können in Nebel und Dunkelheit kaum das Schild der Lodge sehen. Die „Paradise Lodge wird für die nächsten 3 Nächte unser Zu Hause sein.

Horden von Menschen hängen in der Lodge rum. Wo auch sonst; es gibt ja hier oben nichts anderes. So müssen wir auch hier essen; zum Glück haben die genug Tische, so dass wir nicht lange warten müssen. Das Essen ist nicht besonders, aber OK.

Auf dem Weg ins Zimmer ärgere ich mich dann gleich noch mal: Ich habe unser Zimmer im letzten Jahr per Email gebucht, weil das Buchungssystem der Lodge nicht funktioniert hat. Ich wollte ein Zimmer mit zwei Queen, da wir ein Bett immer als Ablage für unsere Koffer brauchen. Angeblich gibt es aber nur Zimmer mit 1 Bett. Prompt sehen wir aber auf dem Flur durch eine offenstehende Tür… Na was wohl, ein Zimmer mit 2 Betten. Muss ich ja jetzt nicht verstehen.

Unser Zimmer ist dann zwar sehr gemütlich, aber winzig. Wir müssen die Koffer irgendwo auf dem Boden deponieren und nachts um Himmels willen uns nicht den Hals brechen, wenn wir mal raus müssen.

Es ist ziemlich kalt, aber die Heizung bullert gleich los und schon bald ist es mollig warm. Soviel wir draußen im Nebel erkennen konnten, liegen noch Unmengen von Schnee; lassen wir uns morgen früh mal überraschen.

Fazit: Der Eindruck von gestern von Mount St. Helens hat sich nur noch vertieft. Es ist schon unglaublich, dass wir gestern auf unserer Wanderung nur ca. 4,5 Meilen von der Windy Ridge entfernt waren und heute stundenlang gefahren sind, um mit dem Auto dorthin zu gelangen. Leider hat die Zeit nicht gereicht, um bis zum Spirit Lake runter zu laufen. Aber da wird ganz sicher mal nachgeholt. Hier kommen wir auf jeden Fall noch mal wieder.

Übernachtung: Paradise Inn am Mount Rainier

Gefahrene Meilen: 225

Gelaufene Meilen: ca. 2
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Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »AndreaR« (16. November 2011, 22:07)


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120

Mittwoch, 16. November 2011, 22:59

toller Bericht!

Ich find es ja echt krass, das die toten Bäume an einigen Stellen nach 30 jahren (und sicher vielen Stürmen) noch stehen :o9: !
Als wären die als Denkmäler einbetoniert.
Ich hätte nicht gedacht, dass der Vulkanausbruch noch sooooo gegenwärtig ist. Hätte ich dass gewusst wären wir wohl nicht daran vorbeigefahren - na ja ein guter Grund mal wieder in die Gegend zu fahren. :zwinker:

LG Wiebke
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