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Hatchcanyon

Lancisti

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Mittwoch, 8. März 2006, 11:58

Wo kommen all die kleinen off pavement roads her?

..........habt ihr euch das auch schon gefragt?

Wer hatte denn ein Interesse, diese Spuren in die Wildnis zu schlagen, manchmal sogar zu sprengen? Rancher? Selten! Manchmal waren sie mit von der Partie, wie z.B. beim bekannten Shafer Trail oder dem Abstieg zum Bull Bottom. Sonst war ihr Bedarf eher gering, denn Rinder, Pferde und Schafe sind bekanntlich relativ "geländegängig". Rancher legten eher Ponds an, um ihr Vieh mit Wasser zu versorgen, bauen Windmills.

Die Roads und Tracks sind oft um die 50 Jahre alt, - nicht mehr! Entstanden zur Zeit des grossen Uran - Booms von Ende der 40er Jahre des 20. Jh. bis Mitte der 60er. Minen oder was man dafür ausgabe, entstanden buchstäbich überall. Claims wurden an den unmöglichsten Stellen abgesteckt. Die Cairns zu ihrer Markierung findet der Kundige in einsamen Gebieten weit draussen heute noch.

Man musste Equipment hin- und - seltener! -Erz zurückbringen. Deswegen bulldozte man sich - manchmal mit Brachialgewalt - durchs Gelände. Dynamit war billig und leicht zu beschaffen.

Auch die vielen Landing Strips haben die gleiche Historie. Buschpiloten wie Tim Martin gelangten zu einiger Berühmtheit. Es war die Zeit, zu der Moab damit Schlagzeilen machte, dass es die Stadt mit der grössten Flugzeugdichte pro Einwohner in den ganzen USA war.

Diese heydays sind beschrieben in dem Buch

Uranium Frenzy: Saga of the Nuclear West


von Raye Carleson Ringholz.

Die Zeiten glichen denen der grossen Goldfunde in California und Alaska oder den Hypes um Neue Märkte und die Dotcoms vor einiger Zeit. Es gab Erfolge über Nacht, aber noch mehr Schwindel und Betrug. Penny Stocks waren die Renner, oft unter geschickter Umgehung den Gesetzeslage.

Einige wurden Stars, wie der berühmte Charly Steen, der Moab sein "Mi Vida" hinterlassen hat, viele verloren alles. Alles - das ist für Miner oft wörtlich zu nehmen. Sie verloren auch ihr Leben! Unsägliche Abbaubedingungen - die Konzerne scherten sich einen Dreck um die Gesundheit der Bergleute; Profitgier pur! Untertage Staub und radioaktives Radon - Gas führten zu erschreckenden Zahlen an Krebstoten.

Besonders berüchtigt waren die Minen Navajo 1 und Navajo 2 im Monument Valley, aber auch andere standen ihnen in Bezug auf Gefährlichkeit wenig nach.

Die Profitgier ging mit einer ungeheuren Umweltverschmutzung einher. Heute kämpft man damit, die Hinterlassenschaften zu entsorgen, wendet viel Geld dafür auf. Colorado hat inzwischen das Gebiet von Uravan/Naturita am San Miguel River in Angriff genommen. Wer von Moab in Richtung Silverton/Durango reist, der kommt fast mit Sicherheit durch.

Dass in Moab selbst oder besser gesagt "vor der Haustüre" 15 Millionen Tonnen radioaktiver Abfall mehr schlecht als recht gesichert lagern, dürfte inzwischen allgemein bekannt sein. Hier wirkt die Profitgier der Verantwortlichen bis heute nach. Anstatt den gefählichen Müll in Eigenregie zu beseitigen, hat das verantwortliche Unternehmen sich lieber selbst in den Konkurs gesteuert und dem Steuerzahler die Kosten hinterlassen.

Wer sich für die Geschichte interessiert, dem sei das og. Buch (englisch) empfohlen. Die Roads und Tracks kennen ja viele schon.

Gruss

Rolf
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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Hatchcanyon« (9. März 2006, 10:35)


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Mittwoch, 8. März 2006, 22:01

re

Hallo Rolf,


der Link bei Tim Martin ist leer...

bitte um 'Füllung'

Erwin

Hatchcanyon

Lancisti

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Donnerstag, 9. März 2006, 10:36

Danke Erwin!

Link ist eingefügt, - Du kennst ihn aber schon.

Gruss

Rolf
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Donnerstag, 9. März 2006, 12:07

re

danke Rolf,


ja ich kannte ihn schon, aber es gibt auch Newbies, die sich das ansehen sollten, wollen, können, äh! ;-)

Erwin

Hatchcanyon

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Donnerstag, 9. März 2006, 12:15

Klar Erwin!

Wollt auch nur sagen dass DU nichts verpasst hast! :D

Gruss

Rolf
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