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Donnerstag, 10. März 2011, 17:14

:daumen: :daumen: :daumen: fehlt uns noch, aber zum Reiseende scheuen wir immer so ne Megagravelroad... man muss ja sein Glück nicht überstrapazieren... beim letzten Mal blieb nen Sedonateil deshalb auf der Strecke... :peace1:

Yes
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andie

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Donnerstag, 10. März 2011, 17:29

Bille darf ich? :kopfkratz:

Wir waren im April 2010 dort und im Nachhinein fand ich es recht easy.
Die Offroad-Kutscherei ist zwar relativ langwierig, aber extrem schwieriges Terrain war das nicht.
Vielleicht hatten wir auch einfach nur Glück mit dem Wetter.

Meines Erachtens besteht die eigentliche Schwierigkeit darin, dort hin zu finden.
Wir waren ohne GPS unterwegs und haben uns mit ausgedruckten Wegbeschreibungen und altmodischem Kompass beholfen.

Anbei die Stunden aus dem Reisebericht. :peace1:







Vorbei am Südeingang zum Valley of Fire und durchs Moapa Valley erreichen wir die Interstate 15.
Hier sind etwa 20 Meilen bis zur Abfahrt 112 zu fahren.
Gleich hinter der Virgin Bridge bei Riverside geht es rechts in die Gold Butte Road ab.



Dieser recht rau asphaltierten Strasse folgen wir für 21 Meilen bis zu den Whitney Pockets.
Ab hier gibt es keinen Straßenbelag mehr.
Der jetzt unbefestigten Road folgen wir weitere 6 Meilen,
um dann unvermittelt nach rechts in einen kleinen Weg einzubiegen.
Von hier ist etwas Orientierungssinn nötig und ein Kompass hilfreich.
Hat man die Devils Throad, also Teufelskehle erreicht, gilt es im trockenen Flussbett weiterzufahren.
Es müssen einige Sandpassagen und kleinere Dryfalls überwunden werden.
Aber mit dem Suburban haben wir hier absolut keine Probleme.
Nach weiteren 8 Meilen geht es in spitzem Winkel nach rechts aus dem Flussbett in einen kleineren Wash.
Diesem trockenen Flusslauf noch weitere drei Meilen folgend sind wir am Endpunkt.
Das BLM hat die letzte Meile mit der schwierigen „Treppenstufe“ gesperrt.
Man muss jetzt sein Auto vor der engen Schlucht parken und den Rest zu Fuß gehen.
Der Himmel hat sich während der letzten Stunde immer mehr bewölkt
und von gutem Fotolicht ist leider keine Spur in Sicht.
Außer uns stehen noch 2 weitere Jeeps hier.
Wir parken unser Auto und laufen los.
Es ist etwa 16:00 und wie auf Befehl bricht der Wolkenhimmel auf und die wunderbaren Formationen Little Finlands
werden ins Licht der tiefstehenden Nachmittagssonne getaucht.


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Nach wenigen Minuten Fußmarsch durch den Sand des trockenen Washes sind wir am Ziel.
Oberhalb der Abbruchkante über der Monsterpalme eröffnet sich ein Zauberland aus Goblins, Arches und Finnen.


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Wir folgen den frischen Fußspuren im Sand und erreichen rasch rechts den Aufstieg.
Oben angekommen, kommen wir aus dem Staunen nicht mehr raus.
Solche fragilen Gebilde haben wir bisher nirgendwo in dieser Häufigkeit gesehen.


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Der Wind hat hier äußerst bizarre Sandsteinformationen geschaffen.


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Mit der abendlichen Beleuchtung haben wir ausgesprochenes Glück.
Den ganzen Nachmittag war es bewölkt und seit unserer Ankunft scheint die Sonne.
Je mehr die Zeit voranschreitet, umso purpur-roter wird die Landschaft.


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Wir treffen ein anderes Hiker-Duo und merken erst beim gegenseitigen Fotografieren, dass wir die gleiche Heimat haben.
Antje und Daniel sind aus Leipzig, wie klein ist die Welt …
Schnell kommen wir auf gemeinsame Gesprächsthemen und treten gemeinsam den Rückweg zur Parking Area an.


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Die beiden sind Camper und werden die Nacht hier draußen im Bereich Devils Throad verbringen.
Es ist merklich kühler geworden und bei einbrechender Dämmerung verabschieden wir uns.
Der Rückweg zu Whitney Pockets gestaltet sich äußerst schwierig.
Die Dunkelheit ist überraschend schnell über uns hergefallen
und auf der Hinfahrt im Hellen sah alles irgendwie anders aus.


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Etwa 20:00 erreichen wir die unbefestigte Gold Butte Road und sind eine halbe Stunde später heilfroh,
bei den Whitney Pockets wieder eine asphaltierte Strasse unterm Hintern zu haben.
Es ist mittlerweile stockdunkel und ein reger „Animal-Traffic“ zu verzeichnen.
Für die 21 Meilen bis zur Virgin Bridge brauchen wir eine weitere Stunde.
Die Interstate 15 in südliche Richtung ist selbst zu so später Stunde noch erstaunlich voll.
Etwa um zehn überqueren wir die Apex-Anhöhe
und vor uns eröffnet sich das flimmernde Lichtermeer des taghell erleuchteten Las Vegas.
Es dauert immer noch fast eine Stunde, bis wir in der Nähe unseres Hotels in Summerlin sind.
Kurz vorher steuern wir am Rainbow Blvd noch eine Subway an und schieben uns den dringend nötigen Proviant ein.
Etwa halb zwölf sind wir im Suncoast.
Schleppen uns völlig fertig durchs rege Casino-Treiben zu den Fahrstühlen.
Im Zimmer reicht die Kraft gerade noch für Dusche, Gallo und eiskaltes Budweiser.
Halb eins schlaf ich mit der Hand an der Dose ein …

Nachträglich müssen wir sagen, dass die Entfernung Little Finland – Las Vegas nicht zu unterschätzen ist.
Mit unseren Vormittagsausflügen waren wir heute über 300 Meilen unterwegs.
Einiges davon außerhalb befestigter Straßen.
Besonders auf der nächtlichen Rückfahrt war die Konzentration ziemlich im Eimer
und wir waren Mitternacht heilfroh, in die Waagerechte zu kommen.

Gefahrene Meilen / Kilometer: 321 / 517
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Donnerstag, 10. März 2011, 17:49

Zitat

Original von andie
Bille darf ich? :kopfkratz:

Wir waren im April 2010 dort und im Nachhinein fand ich es recht easy.


Klasse, aber frag mal chrischi und den Hummer... ja, was ich alles weiß... :zwinker:

Yes
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andie

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4

Donnerstag, 10. März 2011, 18:12

Staune, dass Du das noch weißt ... :bier:
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Donnerstag, 10. März 2011, 18:24

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Donnerstag, 10. März 2011, 18:25

Dolle Fotos :nicken: ...irgendwie habe ich den EIndruck 4Nächte in LV werden nicht reichen..und Palm Springs soll um keinen Tag gekürzt werden!

Habe ich das richtig verstanden, Ihr seid ca 15Uhr in LV gestartet? ...da könnte man am VM das Valley of Fire machen oder ist das fototechnisch ungünstig am VM/Mittag?

muhtsch

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Donnerstag, 10. März 2011, 18:38

Zitat

Im dunklen zurück bis auf den Teer halte ich für bodenlosen Leichtsinn.

...ups, zum im Auto übernachten sind meine Knochen zu alt/desolat :nicken:...mich "tötet" schon eine schwache Matratze...
Warum ist es leichtsinning im Halbdunklen/Dunklen zu fahren? Wie lange braucht man bis zum geteertem Stück?

muhtsch

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8

Donnerstag, 10. März 2011, 19:07

Also der geteerte Teil sind ca 21 Meilen, wie von Andie schon beschrieben.

Auf der Gold Butt Strasse sind es nochmal 8 Meilen Waschbrett und dann nochmal die gleiche Strecke mehr oder weniger querfeldein. Also gesamt ca. 16 Meilen je nach Geschwindigkeit brauch man 30 -45 min für den ungeteerten Teil. Kann sein das es auch noch ein bissel weiter ist.

Auf dem Stück von der Goldbutt Strasse bis zum Ziel kann man sich im Hellen und auch im Dunkeln durchaus verfahren, insbesondere im Dunkeln.

Und man sollte sich wirklich Zeit dafür nehmen, das Gebiet ist doch recht gross und es gibt Unmengen zu fotografieren.
Gruss Stefan

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9

Donnerstag, 10. März 2011, 19:55

Hallo,

zur Ergänzung. Ich war im September 2010 bei Little Finland, und man konnte wieder bis zur Palme fahren. Die BLM-Sperre war nicht mehr dort.



Genau genommen war ich zweimal dort. Das erste mal hab ich dort übernachtet. Beim zweiten Besuch bin ich nach Sonnenuntergang zurück gefahren - was immer im Wash eigentlich kein Problem war. Übernachtet hab ich trotzdem im Auto, aber bei Whitney Pocket.
raigro

Ingrid

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10

Samstag, 12. März 2011, 19:37

Zitat

Original von Yes
:daumen: :daumen: :daumen: fehlt uns noch


dito :nicken:....und es kommt auf meine Liste.

Danke Bille :kuss:, Andie und Rainer :bier:

LG Ingrid
Humor ist der Knopf der verhindert, dass mir der Kragen platzt.

Doris H.M.

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11

Sonntag, 13. März 2011, 21:15

Wir waren 2 x in Little Finland und haben dort im Zelt übernachtet.
Es war angenehm warm, ganz im Gegensatz z.B. zum Toroweap oder zu CBS, wo es nachts noch gefroren hat. :o9:

Außerdem war dort keinerlei "Ungeziefer" : keine Mücken, Fliegen und vor allen Dingen nicht diese großen, schwarzen Käfer, die in CBS in Massen unterwegs waren.

11. Mai 2009, 17.40 Uhr......














































Jetzt ist es schon 19:30, gleich ist es dunkel,
aber jetzt - im letzten Abendlicht - leuchten die Formationen erst richtig rot.




So ist es dann am frühen nächsten Morgen........

















Liebe Grüße

Doris

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Doris H.M.

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12

Sonntag, 13. März 2011, 22:53

H.M. und ich sind ja nun auch nicht mehr 17 :o9:

und reißen uns wahrhaftig nicht ums Übernachten im Zelt.

An manchen Orten muß es aber einfach sein - weil man nur im letzten Abendlicht-
oder am frühen Morgen - richtig gute Fotos machen kann.

Außerdem hatten wir dabei schon so viel Spaß (oder auch nicht, wenn die Luftmatratzen plötzlich die Luft verlieren) :hau:

Oder "Mann" mit ca. 600 Stichen sich morgens aus dem Zelt quält!

Oder das kleine Zelt sooo vom Wind geschüttelt wird, das man doch kein Auge zumacht.

Das wiegt aber alles nicht diese wunderbaren Stunden auf, die ich draußen vorm Zelt verbracht habe - bei Neumond in einen traumhaften Sternenhimmel geschaut habe - nette Begegnungen mit Springmäusen? hatte - und diese unglaubliche Stille genossen habe.












Liebe Grüße

Doris

Doris H.M.

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13

Montag, 14. März 2011, 20:02

Zitat

Original von VoF Fan
Wir waren jetzt auch zweimal da, einmal mit relativ wenig Zeit und leider auch nicht bei dem bestem Wetter.
Aber ich bin froh das wir beim zweitenmal nicht in einem Zelt, sondern im Auto geschlafen haben. Ich hätte wahrscheinlich einen Herzinfarkt bekommen......denn es lief eine herrenlose Kuh in der Gegend um die Palme herum. Diese Kuh brüllte wie eine irre, hätte die neben dem Zelt gebrüllt ich wäre wahrscheinlich heute noch mitsamt dem Zelt unterwegs :D



:totlach: :totlach: :totlach:


"Kuh" ist ein ganz schön großes Tier und auch ohne Brüllen für mich eher angsteinflößend. :girl13:

Als wir an der CCR gezeltet haben, kam eine ganze Herde Kühe mit Kälbern immer näher. Ich bin ins Auto geflüchtet, bis es so dunkel war, daß ich sie nicht mehr sehen konnte.
H.M. hat im Zelt geschlummert und davon gar nichts mit bekommen!

Wie macht Ihr das denn mit dem ganzen Gepäck, wenn Ihr im Auto übernachtet? :kopfkratz:

Devil I

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14

Montag, 14. März 2011, 20:04

Scheint ein sehr ruhiger und weitläufiger Campingplatz zu sein :D

Die Bilder sind der Hammer, Doris :daumen: :daumen: :daumen:

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15

Montag, 14. März 2011, 20:09

Zitat

denn es lief eine herrenlose Kuh in der Gegend um die Palme herum. Diese Kuh brüllte wie eine irre, hätte die neben dem Zelt gebrüllt ich wäre wahrscheinlich heute noch mitsamt dem Zelt unterwegs


von mir auch ein: :totlach: :totlach: :totlach:

Da scheine ich nicht die einzige zu sein, die "Kontaktprobleme" mit Tieren hat!

muhtsch

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Doris H.M.

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16

Montag, 14. März 2011, 20:34

Zitat

Original von Devil I
Scheint ein sehr ruhiger und weitläufiger Campingplatz zu sein :D

Die Bilder sind der Hammer, Doris :daumen: :daumen: :daumen:



Hallo Hanni,

schön Dich mal wieder zu lesen und Danke! :kuss:

Wie bereits geschrieben, bei unseren Besuchen in Little Finland hatten wir immer absolute Ruhe und keinerlei "tierische" Begegnungen.





Nur auf dem Weg dorthin und wieder zurück hat H.M. "Liesbeth" von der Straße getragen.
















Liebe Grüße

Doris